Erstellt am 26. März 2016, 12:24

Dritter Mann des Anschlags auf Brüssler Flughafen gefasst. Der dritte Attentäter vom Brüsseler Flughafen soll nach einem Zeitungsbericht gefasst und identifiziert worden sein.

 |  NOEN, APA (AFP)

Die Zeitung "Le Soir" berichtete am Samstag unter Berufung auf gute Quellen, der in der Nacht zum Freitag festgenommene Faycal Cheffou sei von dem Taxifahrer identifiziert worden, der das Terrorkommando zum Flughafen gebracht habe. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht.

Seit dem Bombenanschlag am Brüsseler Flughafen am Dienstag mit mindestens elf Toten war fieberhaft nach dem Mann gesucht worden. Auf dem Bild der Überwachungskamera ist er in der Flughafenhalle rechts von den beiden Selbstmordattentätern Najim Laachraoui (24) und Ibrahim El Bakraoui (29) mit weißer Jacke und schwarzem Hut zu sehen.

Nach der Festnahme von Cheffou hatte es bereits am Freitag Spekulationen gegeben, wonach es sich bei ihm um den Gesuchten handeln könnte. Die Staatsanwaltschaft hatte am Freitag die Festnahme von Cheffou bestätigt, aber keine Angaben zu Verbindungen zu den Flughafenattentätern gemacht.

Zwei Tage nach den Anschlägen in Brüssel ist indes einem Medienbericht zufolge ein Wachmann eines belgischen Atomkraftwerks erschossen und dessen Dienstausweis gestohlen worden. Die Tat habe sich am Donnerstag in der Region Charleroi ereignet, berichtete die Zeitung "Deniere Heure" (DH) am Samstag. Sofort nach Entdeckung der Tat sei der gestohlene Dienstausweis deaktiviert worden.

Mit Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen lehnte eine Polizeisprecherin eine Stellungnahme ab. "DH" hatte am Donnerstag berichtet, die Selbstmordattentäter vom Flughafen und der U-Bahn-Station in Brüssel hätten ursprünglich einen Anschlag auf eine Atomeinrichtung geplant. Wegen der Festnahme von mutmaßlichen Komplizen seien sie jedoch unter Zeitdruck geraten und hätten sich auf die Ziele in Brüssel konzentriert.

Im Land gilt derzeit die zweithöchste Sicherheitswarnstufe. Immer wieder werden Sorgen laut, Extremisten könnten versuchen, an Nuklearmaterial zu gelangen oder einen Anschlag auf eine Atomeinrichtung zu verüben.