Erstellt am 19. Februar 2016, 10:18

Drogenfahnder fassten Männer mit elf Kilo Kokain. Die Salzburger Polizei hat am Dienstagnachmittag bei Mondsee vier mutmaßliche Drogenhändler festgenommen.

 |  NOEN, APA

Das Quartett aus Norddeutschland hatte laut einem Bericht in den "Salzburger Nachrichten" (Freitagausgabe) elf Kilo Kokain im kolportierten Wert von 800.000 Euro bei sich. Bei der Übergabe der Drogen an einen verdeckten Ermittler der Polizei klickten die Handschellen.

Der Kriminalbeamte hatte zuvor offenbar den großen Suchtgiftdeal angebahnt. Im Zuge der Übergabe kam es auf dem Parkplatz der Autobahnraststätte Innerschwand zum Zugriff der Polizei. Dabei wurden drei Männer verhaftet, ein vierter Verdächtiger wurde in einem Fast-Food-Lokal wenige Kilometer entfernt festgenommen.

Bei dem Geschäft ging es offenbar um sechs Kilogramm Kokain. In einem der Autos der Männer wurden dann noch weitere knapp fünf Kilogramm des Suchtgifts entdeckt. Das sichergestellte Kokain dürfte von guter Qualität sein.

Die vier Verdächtigen sollen zwischen 25 und 35 Jahre alt und teils schon einschlägig vorbestraft sein. Die Männer wurden noch am Dienstag in die Justizanstalt Wels überstellt, wo über sie am Donnerstag die Untersuchungshaft verhängt wurde. Polizeisprecher Michael Rausch bestätigte am Freitag gegenüber der APA den Einsatz der Suchtgiftfahnder, die Festnahmen und die Sicherstellung von Drogen. "Weitere Ermittlungen sind im Laufen, darum können wir derzeit keine näheren Angaben machen."

Wie die "Salzburger Nachrichten" berichteten, ist die Arbeit von verdeckten Ermittlern nicht unumstritten. Bei manchen Urteilen wirke sich das mitunter heftige Drängen zum späteren Scheinkauf als strafmildernd für die Angeklagten aus. Strafverteidiger würden hingegen beklagen, dass die vermeintlichen Käufer oft auch vorgeben, nur große Mengen kaufen zu wollen - was den Strafrahmen deutlich erhöht.