Erstellt am 10. Juni 2016, 15:54

von APA/Red

Einsatzkräfte loben entspanntes Publikum. Nach dem Warm-Up-Day ist das Nova Rock am Freitag in den regulären Drei-Tages-Rhythmus mit Auftritten auf zwei großen und zwei kleinen Bühnen gegangen.

 |  NOEN, Erwin

Am frühen Nachmittag präsentierten sich die Tiroler White Miles bei Sommerhitze in Topform. Wanda freuten sich unterdessen beim Small Talk backstage auf ihren Headliner-Auftritt. Die Einsatzkräfte lobten das entspannte Publikum.

"Leute sind sehr gemütlich unterwegs"

Laut Polizei war bis Freitagmittag bereits ein Großteil der insgesamt 180.000 vom Veranstalter erwarteten Besucher auf den Pannonia Fields in Nickelsdorf angereist. "Die Stimmung ist super, die Leute sind sehr gemütlich unterwegs. Alle sind sehr zufrieden", sagte Rot-Kreuz-Pressesprecher Tobias Mindler. Er und seine Kollegen versorgten zunächst 430 Personen. "27 Besucher mussten zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht werden. Die meisten sind aber schon wieder zurück", berichtete Mindler.

Das Wetter zum Start - bewölkt bei etwa 20 Grad Celsius - verschaffte den Sanitätern bisher eine ruhigere Zeit als etwa in den Jahren zuvor. Generell gebe es "keine besonderen Vorkommnisse", meinte Mindler zufrieden. Die erste Zwischenbilanz fällt auch aus Polizeisicht sehr positiv aus. "Es läuft alles sehr ruhig und gechillt ab", schilderte Pressesprecherin Barbara Laschitz.

Bisher 430 Personen vom Roten Kreuz versorgt

"Wer sagt, dass Österreicher langweilig sind", urteilte das britische Fachblatt "Classic Rock" unlängst über White Miles. Das Duo aus Tirol war auch am Nova Rock alles andere als das: Man brachte mit Songs aus beiden bisher erschienen Alben und einer sehr kraftvollen, unterhaltsamen Performance das Publikum zusätzlich zum Schwitzen.

Medina Rekic bearbeitete ihre Gitarre mit viel Energie, Kollege Hansjörg "Lofi" Loferer an den Drums lieferte die Rhythmen - und gemeinsam bewegte man sich mit Elan und Eleganz zwischen Rock und Blues. Die vielen Konzerte der vergangenen Monate haben White Miles - trotzt der Minimalbesetzung - zu einem spannenden Live-Act gemacht.

Wanda freuten sich indes auf ihren Headliner-Gig zu späterer Stunde. Dem Festivalflair zeigte sich die Gruppe dabei keineswegs abgeneigt, wenngleich man selbst bisher als Besucher nicht in den Genuss gekommen sei. Aber: "Man lebt ein bisschen mit, mit diesem Martyrium, das sich die Festivalbesucher antun", schmunzelte Sänger Marco Michael Wanda. "Ewig auf der Suche nach einem Pissoir oder einem Baum zum Pudern. Das ist sehr anstrengend. Also lächeln wir mehr, als wenn wir in einer Halle spielen."

Der heimische Hauptact sollte nach Mitternacht rot-weiß-rote Konkurrenz bekommen, die EAV war in der Nacht auf Samstag als Late Night Special angesagt. Davor stehen u.a. Disturbed, Bullet For My Valentine, The Offspring und Garbage auf dem Programm.