Erstellt am 23. Mai 2017, 05:37

von APA Red

Explosion bei Popkonzert in Manchester mit 19 Toten. Bei einer Explosion auf einem Popkonzert der US-Sängerin Ariana Grande sind im britischen Manchester am Montagabend mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen und 50 weitere verletzt worden. Das teilte die Polizei am frühen Dienstagmorgen mit. Der Vorfall werde vorerst wie ein Terroranschlag behandelt. Dies gelte, bis andere Erkenntnisse vorlägen.

Schwer bewaffnete Einsatzkräfte bei der Konzerthalle  |  APA/dpa/ag.

Die britische Regierung setzt einem Bericht des Senders Sky News zufolge eine Krisensitzung für Dienstag 9.00 Uhr Ortszeit (10.00 Uhr MESZ) an. In der betroffenen Manchester Arena, einer Multifunktionshalle, hatte die US-Schauspielerin und Sängerin ein Konzert gegeben. Zeugen berichteten von einem Knall nach dem letzten Song gegen 22.30 Uhr Ortszeit (23.30 MESZ).

Die Künstlerin selbst blieb unverletzt, wie ihr Sprecher mitteilte. Rund um die Arena zogen bewaffnete und maskierte Polizisten auf. Der unmittelbar neben der Halle liegende Bahnhof Manchester Victoria wurde gesperrt.

Nach Angaben der Polizei ereignete sich die Explosion im Foyer, wie der Sender BBC berichtete. Der Veranstalter sprach von einer Explosion in einem öffentlichen Raum außerhalb der eigentlichen Konzerthalle. Die Polizei forderte die Menschen via Kurznachrichtendienst Twitter auf, sich aus der Gegend um die Manchester Arena fernzuhalten.

Das Konzert der angesagten Sängerin hatten besonders viele Kinder und Jugendliche besucht. Anrainer boten den Betroffenen Unterschlupf an, Taxifahrer transportierten die Konzertbesucher gratis nach Hause. "Zuerst dachten wir, dass einer der riesigen Gasballons auf dem Konzert geplatzt sei. Aber als wir draußen waren, sahen wir, dass es etwas Ernsteres gewesen sein muss", zitierte der britische Nachrichtensender Sky News eine Besucherin.

Ariana Grande zeigte sich nach der verheerenden Explosion am Rande ihres Konzerts "am Boden zerstört". "Aus tiefstem Herzen: Es tut mir so leid. Mir fehlen die Worte", schrieb die 23-Jährige am Dienstag auf Twitter.

Die britische Premierministerin Theresa May drückte den Betroffenen des mutmaßlichen Anschlags ihr Mitgefühl aus. Sie verwies in ihrer Aussendung darauf, dass die Polizei den Vorfall als eine "entsetzliche Terrorattacke" behandle. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur PA will Mays regierende Konservative Partei den Wahlkampf im Vorfeld der Parlamentswahlen am 8. Juni aussetzen.

Auch der oppositionelle Labour-Chef Jeremy Corbyn zeigte sich bestürzt. Auf Twitter schrieb er: "Furchtbarer Vorfall in Manchester. Meine Gedanken sind bei den Betroffenen und unseren großartigen Rettungsdiensten."

Die Popwelt zeigte sich über das Attentat ebenfalls entsetzt. Die Sängerin Katy Perry schrieb: "Ich bete für jeden in Ariana Grandes Show." Ihre Kollegin Pink twitterte: "Meine Gedanken und Gebete sind mit den Leuten in Manchester, jedem, der betroffen ist, Ariana Grande und der gesamten Crew. Herzzerreißend." Die US-Rapperin Missy Elliott meinte: "Ich weiß, dass das für jeden schwierig und herzzerreißend ist."