Frauenkirchen

Erstellt am 19. Oktober 2016, 09:34

von Birgit Böhm-Ritter

Polka-Lied wird zum Internet-Hit. 14.300 Klicks in drei Wochen: Die Seewinkler „Polka Beatles“ stürmen mit ihren originellen Mundart-Gstanzln bis nach Amerika.

Auf der Erfolgswelle. Die „Polka Beatles“ mitErnst Haszonits, Markus Letzl, Andreas Salzer, Hannes Schmid  |  Emmerich Mädl

Nicht nur aus ganz Österreich, sondern gar aus Kalifornien bekommen die „Polka Beatles“ Fanpost. Die Gstanzln der Seewinkler Band machen selbst bei den Nachkommen einstiger Burgenland-Auswanderer in den USA von sich reden.

"Wir sind überwältigt"

Die digital vernetzte Welt und im besonderen „You Tube“ macht´s möglich. Genau dort ist momentan eines der witzigen Mundart-Lieder in der Gunst der User besonders hoch angesiedelt. Der Song „kassierin beim billa“ wurde seit 25. September rund 14.300 Mal (Stand 17. Oktober) aufgerufen.

„Wir sind überwältigt“, so die Reaktion der „Polka Beatles“. Nicht nur wegen ihres Erfolges auf der Internet-Plattform „You Tube“. Gerade in den vergangenen Wochen durften sich die vier Musiker über gewaltigen Zuspruch freuen. Sie erreichten das große Finale des „Wiener Wiesn“- Awards, wo sie nur hauchdünn den Sieg verpassten.

Dass es gerade so gut läuft, weiß Bandleader Ernst „Hasso“ Haszonits, auch zu erklären: „Wir ziehen alle an einem Strang. Wir sind eine richtige Einheit und haben Freude beim Spielen“, erklärt der Frauenkirchener. Diese positive Stimmung in der Band würde auch auf das Publikum überspringen.

G´stanzl-Hit als Muttertagsgeschenk

Haszonits schreibt seit seinem 16. Lebensjahr Lieder. Doch erst seit etwas mehr als zwei Jahren hat er die richtige Band gefunden, mit der er seine Songs auch musikalisch umsetzen kann. Mit Hannes Schmid, Andreas Salzer und Markus Letzl hat er kongeniale Partner aufgestöbert.

Letzterer ist - wenn man so will - auch verantwortlich für den „You-Tube“-Hit „kassierin beim billa“. Denn Schlagzeuger Letzl hat vergangenes Jahr in letzter Minute noch ein Muttertagsgeschenk gebraucht und sich verzweifelt an die „Polka Beatles“ gewandt.

Kurz entschlossen haben die Bandmitglieder ihrem Mitmusiker tatkräftigst unter die Arme gegriffen und schnell ein Lied für dessen Mutter, die tatsächlich Kassiererin in der Supermarktkette ist, geschrieben (siehe oben).

Warum gerade dieser Song so gut ankommt? „Es ist ein Liebeslied, das aber die Realität widerspiegelt. Die Leute wollen nicht immer nur Klischees hören. Außerdem ist es schwungvoll und geht ins Ohr“, glaubt Haszonits.