Erstellt am 29. August 2016, 11:37

von APA Red

Explosion in Brüssel mit "kriminellem Hintergrund". Bombenanschlag auf das Kriminologische Institut in Brüssel: Nach Medienberichten rammten zwei Verdächtige in der Nacht mit einem Auto das Gebäude in einem nördlichen Vorort der belgischen Hauptstadt, bevor sie einen Brandsatz ins Gebäude warfen und den Wagen in Brand setzten.

 |  APA/ag.

Der Zwischenfall soll einen kriminellen Hintergrund haben. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte sich Montag früh nicht zur Explosionsursache äußern, sprach jedoch von einem "kriminellen Hintergrund". Verletzt wurde dabei niemand. Die Staatsanwaltschaft kündigte für den späten Vormittag eine Pressekonferenz an.

Laut Feuerwehrsprecher Pierre Meys war die Detonation sehr stark, die Fensterscheiben des Gebäudes wurden dutzende Meter weit ins Freie geschleudert. Die Nachrichtenagentur Belga zitierte dagegen Polizeiquellen, wonach es keine Detonation gegeben habe. Vielmehr seien Täter ins Gebäude eingedrungen und hätten Feuer gelegt. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Sachschaden ist beträchtlich.

Das Nationale Institut für Kriminalistik und Kriminologie ist eine wissenschaftliche Einrichtung der belgischen Justiz. In den Labors werden vor allem Spuren von Tatorten und Verdächtigen ausgewertet, um Täter zu überführen. Das war zum Zeitpunkt der Explosion leer, niemand wurde verletzt.

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft richtete nach der Explosion einen Krisenstab ein. In Belgien herrscht seit Monaten erhöhte Alarmbereitschaft. In Brüssel waren im März bei islamistischen Anschlägen am Flughafen und in einem U-Bahnhof 32 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Zu den Attentaten bekannte sich die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat".