Erstellt am 22. September 2015, 10:59

von APA Red

Flüchtlings-Situation Dienstagfrüh relativ ruhig. Insgesamt rund 9.900 Flüchtlinge sind am Montag bis in die Nacht im Grenzort Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl) angekommen. Diese Zahl nannte der Polizeisprecher Oberstleutnant Helmut Marban am Dienstag früh auf Anfrage.

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Laut Marban gestaltete sich die Situation in Nickelsdorf und Heiligenkreuz in den Morgenstunden relativ ruhig, da viele der Angekommenen bereits weitergereist seien.

Hegyeshalom: Drei Züge mit 4.500 Menschen erwartet

Aktuell hielten sich laut dem Polizeisprecher 350 Flüchtlinge in Nickelsdorf auf und etwas mehr als 200 in Heiligenkreuz. "Im Moment schaut es recht gut aus", meinte Marban. Für den Vormittag sei ein Sonderzug geplant, der bis zu 400 Personen zunächst nach Linz bringen soll.

Im ungarischen Hegyeshalom wurden am Dienstag drei Sonderzüge mit insgesamt 4.500 Flüchtlingen erwartet. Das sagte Oberst Klaus Jäger, der in der Verkehrsleitzentrale der ÖBB das Transportmanagement koordiniert.

Die Züge sollen um 10.00, 12.00 und 13.00 Uhr mit je 1.500 Personen eintreffen. "Wir haben das kurzfristig erfahren", sagte Jäger. Die Flüchtlinge sollen mit drei Sonderzügen, 50 Bussen und auch mit regulären Zügen von Nickelsdorf aus weiter Richtung deutsche Grenze gebracht werden.

Notunterkunft an Grenze in Salzburg voll belegt

Die Flüchtlingslage in der Stadt Salzburg blieb indes auch am Dienstag unverändert. Wie schon die Tage davor brachte ein Sonderzug nach Deutschland mit 400 Flüchtlingen am Montag gegen 21.00 Uhr Entlastung des Notquartiers in der Bahnhofsgarage für die Nachtstunden. In den Zug durften prioritär Menschen steigen, die schon länger in der Garage untergebracht waren, informierte die Stadt am Dienstag.

Dennoch nächtigten rund 450 Menschen in der Garage. Direkt am Grenzübergang nach Freilassing war die Notunterkunft im ehemaligen Zollgebäude mit 150 Menschen voll belegt, weitere Flüchtlinge verbrachten die Nacht direkt an der Grenze im Freien.

Am Dienstag zeigte sich die Lage dann wie an den vorangegangenen Tagen. Die deutschen Behörden ließen erneut nur Kleingruppen einreisen. Insgesamt war die Lage am Bahnhof am Vormittag laut Ausendung ruhig. Für den Tag sei aber wieder mit starkem Zustrom aus dem Osten und über die Südroute zu rechnen.