Erstellt am 13. Juni 2017, 13:28

von APA Red

Kind starb an Lebensmittelvergiftung. Im Irak leiden rund 800 Menschen offenbar unter vergifteten Lebensmitteln in Flüchtlingslagern rund um die Millionenstadt Mosul. Mindestens ein Kind ist bereits gestorben. 200 Betroffene wurden in Krankenhäuser gebracht, teilte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag mit.

Hunderttausende leben in Camps rund um Mosul  |  APA/dpa

Wie es zur Verteilung der unbrauchbaren Nahrungsmittel unter den Flüchtlingen kam bzw. ob diese gezielt ungenießbar gemacht wurden, ist noch unklar. Das irakische Gesundheitsministerium erklärte, die Vergiftungen seien am Vorabend nach der Mahlzeit zum Fastenbrechen im Fastenmonat Ramadan aufgetreten. Die kurdische Nachrichtenseite Rudaw meldete, eine katarische Hilfsorganisation habe das Essen geliefert.

In dem Camp sind mehr als 6.000 Menschen untergekommen, die vor den Kämpfen irakischer Regierungskräfte gegen die Terrormiliz Islamischer Staat in Mossul geflohen sind. Laut UNO-Angaben sind rund eine halbe Million Menschen in etlichen Camps rund um Mosul untergebracht.