Erstellt am 15. August 2016, 21:28

von APA/Red

Sechs Tote und Tausende auf der Flucht. Bei den verheerenden Überschwemmungen im US-Staat Louisiana sind nach neuen Angaben sechs Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 20.000 Menschen wurden nach Behördenangaben in Sicherheit gebracht.

 |  APA/ag.

US-Präsident Barack Obama erklärte die Unwetterregion zum Katastrophengebiet und ermöglichte so die Freigabe von Finanzmitteln aus dem US-Bundesbudget.

Seit Freitag steigen in Louisiana im Süden der USA aufgrund von massiven Regenfällen die Wasserpegel, ganze Landstriche stehen inzwischen unter Wasser. Die Rettungskräfte waren im Dauereinsatz. Nach Angaben von Gouverneur Edwards wurden 10.000 Menschen in Notunterkünften untergebracht.

Besonders schwer betroffen war die Gegend um Baton Rouge, die Hauptstadt von Louisiana. Auch Edwards und seine Familie waren betroffen. Sie mussten die Gouverneurs-Residenz verlassen, nachdem der Keller mit Wasser vollgelaufen und der Strom in dem Haus ausgefallen war.

Die Nationalgarde von Louisiana mobilisierte 1.700 Kräfte für den Einsatz im Katastrophengebiet. Sie verteilten 600.000 Sandsäcke für den Bau von Dämmen und versorgten die von der Außenwelt abgeschnittenen Bewohner aus der Luft mit Trinkwasservorräten.

Während das Wasser in einigen Gebieten zurückging, stieg es andernorts an. Der Wetterdienst ging davon aus, dass sich die Pegel vieler Flüsse noch mindestens den Montag über oberhalb der Hochwassergrenze befinden würden.

Meteorologen erwarten, dass das Sturmtief langsam nach Norden weiterzieht. Für das Zentrum und den Norden Louisianas sowie das südliche Texas sagten sie tagelange heftige Regenfälle voraus.