Erstellt am 09. Juli 2017, 15:30

von APA Red

Start-Ziel-Sieg von Mercedes-Pilot Bottas in Spielberg. Der Finne Valtteri Bottas hat am Sonntag den Formel-1-Grand-Prix von Österreich gewonnen.

Der Finne Valtteri Bottas holte sich in Spielberg seinen zweiten Sieg  |  APA

Der 27-jährige Mercedes-Fahrer feierte in Spielberg einen Start-Ziel-Sieg vor dem deutschen WM-Leader Sebastian Vettel im Ferrari sowie Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo aus Australien. Mercedes-Star Lewis Hamilton musste sich mit Rang vier begnügen. Der Brite liegt in der WM nun 20 Punkte hinter Vettel.

Für Bottas war es nach dem Erfolg am 30. April dieses Jahres in der russischen Olympia-Stadt Sotschi der zweite Sieg seiner Formel-1-Karriere. Er sorgte nach Mika Häkkinen, der 1998 und 2000 in einem McLaren-Mercedes in der Steiermark gewann, für den dritten finnischen Triumph im Großen Preis von Österreich. In der WM ist Bottas mit 35 Zählern Rückstand auf Vettel weiter WM-Dritter.

Max Verstappen klebt unterdessen weiterhin das Pech an den Reifen. Der Red-Bull-Jungstar blieb im Formel-1-Grand-Prix von Österreich nach einer Kollision kurz nach dem Start gleich in der ersten Kurve liegen. Er kam dabei genauso wie McLaren-Honda-Pilot Fernando Alonso unschuldig zum Handkuss. Toro-Rosso-Pilot Daniil Kwjat krachte von hinten in das Auto des Spaniers und löste damit eine Kettenreaktion aus.

"Ich hatte ein Kupplungsproblem und bin deshalb schlecht vom Start weggekommen", erklärte Verstappen unmittelbar nach dem frühen Out. "Und dann ist Kwjat von hinten gekommen, wodurch Alonso auch nur noch Passagier war."

Vor allem für seine Fans sei es enttäuschend, "denn ich bin hier nicht einmal eine Kurve gefahren. Ich habe kein Glück in dieser Saison." In der Tat, war es doch bereits der fünfte Ausfall des 19-Jährigen, aus dessen niederländischer Heimat Tausende Fans zum Red-Bull-Ring nach Spielberg angereist waren.

Auch für Alonso war es laut offizieller Statistik bereits der fünfte Ausfall in dieser Saison. "Ich hatte einen guten Start, doch dann ist Kwjat von hinten zu schnell gekommen", ärgerte sich der 35-jährige Ex-Doppelweltmeister. Via Boxenfunk hatte er Kwjat vorgeworfen, dass dieser mit anderen Piloten doch "nicht Bowling spielen" könne.

Der 23-jährige Russe, der schon in der Vergangenheit durch rücksichtlose Fahrweise negativ aufgefallen war, wurde als Verursacher der Kollision von der Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe sanktioniert. Kwjat lag aber zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon überrundet und ohne Chance auf WM-Punkte am Ende des Feldes.