Erstellt am 22. September 2016, 14:29

von Austria Presseagentur

Dämpfer für Real und Barcelona. Dass die beiden Fußball-Megastars Cristiano Ronaldo und Lionel Messi an ein und demselben Tag leiden, schimpfen und verzweifeln, kommt nicht häufig vor. Am Mittwochabend hatten sie aber allen Grund dazu...

 |  APA (AFP)

Ronaldos Real Madrid und Messis FC Barcelona verloren nämlich bei ihren 1:1-Heimremis gegen CF Villarreal und Atletico Madrid nicht nur wichtige Punkte im Kampf um den spanischen Meister-Titel.

Real verpasste den historischen Rekord von 17 Ligasiegen in Serie - die Bestmarke von 16 Erfolgen nacheinander teilt sich der Champions-League-Sieger nun mit dem FC Barcelona der Saison 2010/2011. Barca muss indes drei Wochen lang auf den verletzten Messi verzichten. Die Madrider Blätter sprachen am Donnerstag unisono von einem "großen Dämpfer". Von "Unglück" und "großem Schmerz" schrieben die Sportzeitungen in Barcelona. "Mundo Deportivo" bezeichnete den Ausfall von Messi sogar als "Tragödie".

Trainer Luis Enrique äußerte sich in die gleiche Richtung: "Klar ist das ein harter Schlag. Wenn Messi verletzt ist, verliert aber nicht nur der FC Barcelona, sondern der gesamte Fußball." Der 29-Jährige aus Argentinien - der zuletzt wieder in Topform war und mit vier Toren die Torschützenliste der Primera Division nach fünf Runden zusammen mit anderen Spielern anführt - war in der 59. Minute wegen eines Muskelfaserrisses in der Leistengegend ausgewechselt worden. "Das war nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten. Der Gegner hat aber sehr gut und sehr tief verteidigt", meinte Luis Enrique über Atletico Madrid.

Mit dem verdienten Punktgewinn in Barcelona tankte der Finalist der Jahre 2014 und 2016 Selbstvertrauen für das Heimduell der Königsklasse gegen die Bayern am Mittwoch. "Meine Burschen sind sehr gut in Form. Barcelona hatte kaum Torchancen", bilanzierte Atletico-Trainer Diego Simeone, und auch Kapitän Gabi freute sich: "Wir haben hier einen Superpunkt geholt. Wir brennen vor Ehrgeiz."

Ganz anders war die Stimmung beim reicheren Madrider Verein: Real-Trainer Zinedine Zidane, der mit Kritik an seine Kicker normalerweise sehr sparsam umgeht, klagte diesmal offen: "Es hat uns an Intensität gefehlt, vor allem in der ersten Hälfte." Mit 13 Punkten führt Real mit zwei Zählern Vorsprung auf den FC Sevilla und drei auf den Dritten Barcelona die Tabelle an. Atletico (9) liegt auf Rang vier.