Erstellt am 12. April 2017, 09:37

von APA Red

ÖEHV-Frauen peilen eine Medaille an. Zum zweiten Mal nach 2009 hat Österreichs Eishockey-Nationalteam der Frauen bei einer Weltmeisterschaft Heimvorteil. Bei der WM der Division 1A (B-WM) von Karsamstag (15.4.) bis 21. April peilt die ÖEHV-Auswahl im Eisstadion Graz Liebenau eine Medaille an, will sich also in der Weltrangliste auf den Plätzen neun bis elf etablieren.

Janine Weber aus der Frauen-Profiliga NWHL ist mit dabei  |  APA (AFP/Archiv)

Die Österreicherinnen haben 2015 in Frankreich Rang zwei und im Vorjahr in Dänemark Rang drei erreicht. Ähnliches erhofft sich Teamchef Pekka Hämäläinen auch heuer. "Für mich ist Japan der große Favorit, die anderen Teams sind auf Augenhöhe und dort wird die Tagesform eine große Rolle spielen. Aber mit dem Publikum im Rücken sollten wir auf jeden Fall eine realistische Chance auf eine Medaille haben, auch wenn dies alles andere als ein Selbstläufer wird", erklärte der Finne.

Hämäläinen kann dabei auf einige Legionärinnen aus Top-Ligen bauen. Aus den USA sind Janine Weber von den New York Riveters aus der Frauen-Profiliga NWHL sowie Antonia Matzka (Boston Jun. Eagles) und Victoria Hummel (University of Maine) dabei, aus Schweden Denise Altmann und Anna Meixner und aus der Schweiz Eva-Maria Beiter. Die Gruppe der Legionärinnen komplettiert Kapitänin Esther Kantor von KMH Budapest.

Beim ersten Saisonhöhepunkt, dem Olympia-Qualifikationsturnier in Tomakomai, lief es nicht nach Wunsch. Die Österreicherinnen verpassten nach Niederlagen gegen Japan (1:6), Deutschland (1:4) und Frankreich (1:3) das Ticket für Pyeongchang klar. Japan, Absteiger aus der A-WM, holte sich den Olympia-Startplatz und ist auch in Graz die Mannschaft, die es zu schlagen gilt.

Die rot-weiß-roten Eishockey-Damen wollen sich mit Heimvorteil nicht nur rehabilitieren, sondern auch Werbung in eigener Sache machen. "Wir haben uns seit 2009 sportlich entwickelt, sind in der Weltrangliste (Anm.: Platz 11) um einige Plätze gestiegen und kratzen an den Top Ten. Ich hoffe, dass wir eine gute Stimmung haben. 2009 hatten wir im Schnitt 1.100 Zuschauer, diesmal ist das Ziel 1.500 oder mehr", erklärte Martin Kogler, Leiter der Abteilung Damen-Eishockey im ÖEHV.

"Eine Heim-WM ist natürlich immer etwas Besonderes", sagte Hämäläinen. "Wichtig ist, dass wir gleich in den ersten beiden Spielen (Anm.: gegen Norwegen und Ungarn) punkten können, dann wird auch die Stimmung bei diesem Event immer besser und es kommen mehr Zuschauer", so der Teamchef.