Erstellt am 14. Juli 2016, 16:59

Doch mehr Geld für Syrien-Hungerhilfe aus Österreich. Die österreichische Regierung möchte heuer nun doch fünf Millionen Euro zusätzlich für die Syrien-Hungerhilfe dem Welternährungsprogramm (WFP) der UNO zur Verfügung stellen.

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Das kündigte ÖVP-Klubchef Reinhold Lopatka am Donnerstag über Twitter an.

Zuvor hatte WFP-Regionaldirektor Ralf Südhoff in Interviews gesagt, dass Österreich heuer nur 850.000 Euro für notleidende Syrer in dem Bürgerkriegsland und seinen Nachbarstaaten ausgebe - im Vergleich zu Deutschlands 570 Millionen eine verhältnismäßig geringe Summe. Dies passe nicht zum erklärten Ziel Wiens, durch Bekämpfung der Fluchtursachen eine neue Flüchtlingskrise zu vermeiden.

Dies bekräftigte auch Lopatka. "Man muss alles tun, damit die Menschen in der Region bleiben, weil dann die Rückkehr nach Syrien einfacher ist, wie wenn die Menschen schon in Europa ist (sic!). Ich halte Hilfe vor Ort für die richtige Vorgehensweise", wurde er vom "Standard" zitiert.

Das für Nahrungsmittelhilfe zuständige Landwirtschaftsministerium sagte der Zeitung, Minister Andrä Rupprechter (ÖVP) habe sich auf Initiative des Parlaments mit Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) darauf geeinigt, für die Zahlung der fünf Millionen Euro Rücklagen aufzulösen. Die Zahlung werde über die österreichische Entwicklungsagentur ADA abgewickelt.

Der grüne Abgeordnete Peter Pilz forderte nach der Bekanntmachung der aufgestockten Zahlung von der Regierung, in Zukunft fix 20 Millionen Euro im Jahr für das WFP zu budgetieren.