Erstellt am 11. Mai 2016, 05:14

von Carina Ganster

Hydranten: Wasser aus für Wehr. Illegale Inbetriebnahmen werden von Wasserverband im Südburgenland zur Anzeige gebracht. Hydranten nur mehr auf Anfrage benutzbar; Entnahmen müssen ab jetzt gemeldet werden.

 |  NOEN, Erwin Wodicka
Ein E-Mail an alle Gemeinden des Wasserverbandes Unteres Lafnitztal sorgte in der vergangenen Woche für große Aufregung bei den Feuerwehren.

„Das ist ja lächerlich“

In der Nachricht heißt es, dass eine Inbetriebnahme der Hydranten, natürlich mit Ausnahme von Feuerwehreinsätzen zur Brandbekämpfung, ohne Beisein eines Bediensteten des Verbandes nur mehr in Ausnahmefällen und mit Zustimmung des Verbandes gestattet ist.

Illegale Inbetriebnahmen, wie etwa Wasserentnahme zum Füllen von Pools, werden vom Verband ausnahmslos zur Anzeige gebracht, die Kosten an den Verursacher verrechnet. Konkret heißt das, dass beispielsweise Feuerwehren Übungen anmelden müssen, in denen sie Löschwasser vom Hydranten verwenden. „Das ist ja lächerlich“, heißt es von einigen Florianis.

„Kostet Zeit und Geld“

Der Grund für dieses doch recht strenge Vorgehen ist der extrem große Wasserverlust (rund 70.000 Liter), mit dem der Verband in den letzten Jahren zu kämpfen hatte. Obmann Franz Kazinota versucht jetzt zu vermitteln. „Die Gemeinden jammern ständig über die großen Wasserverluste und um diese zu vermeiden, haben wir jetzt Taten gesetzt“, erklärt Kazinota.

Auch für die Mitarbeiter des Wasserverbandes soll die neue Regelung eine Vereinfachung bringen. „Bei jeder Wasserentnahme die nicht gemeldet ist müssen unsere Mitarbeiter den Fehler im System suchen, das kostet Zeit und Geld“, meint Kazinota, der noch anmerkt. „Feuerwehren wissen, wann sie Übungen machen, ein Anruf genügt und wir wissen Bescheid und können eine illegale Entnahme ausschließen.“