Erstellt am 25. Oktober 2015, 16:06

Innenministerium-Appell für Quartierschaffung. Das Innenministerium hat sich in der aktuellen Flüchtlingssituation am Sonntagnachmittag mit einem Appell an Hilfsorganisationen, Bundesheer und Bundesländer gewandt.

 |  NOEN, AFP

Alle seien aufgefordert, für die kommende Nacht "dringend" Quartiere zu schaffen, hieß es. Laut Innenministerium hält der Druck aus Slowenien an, gleichzeitig gibt es an der Grenze zu Deutschland momentan "wenig Durchkommen".

2.500 Menschen übernachteten von Samstag auf Sonntag in Spielfeld, in der slowenischen Grenzstadt Sentil befinden sich aktuell etwa 4.500 Personen.

"Wir haben eine herausfordernde Nacht hinter uns, die Nachttemperaturen sind teils um den Gefrierpunkt gelegen", stellte General Matthias Klaus nach einer Besprechung in Innenministerium fest. Die tiefen Temperaturen in der Nacht machen ein Übernachten im Freien mittlerweile "gesundheitsbedrohend", verwies Klaus auf ältere Menschen, Kinder und Kranke unter den Flüchtlingen.

Der Appell richtete sich insbesondere an Caritas, Rotes Kreuz, Arbeitersamariterbund, Bundesheer und die Länder. Gefordert seien auch die Kirchen und die Freiwilligen Feuerwehren. "Derzeit wird fieberhaft an Lösungen gearbeitet", hieß es weiters.

Flüchtlingskoordinator Christian Konrad sei ebenfalls intensiv an der Quartiersuche beteiligt: "Wir erleben eine Situation, in der alle zusammenhelfen müssen." Niemand dürfe in Österreich erfrieren, weil zu wenige Quartiere zur Verfügung gestellt werden.