Erstellt am 25. Februar 2016, 23:15

Janko mit Basel nach Krimi im EL-Achtelfinale. Die ÖFB-Teamspieler Marc Janko und Kevin Wimmer sind mit ihren Clubs am Donnerstag auf mehr oder weniger dramatische Art und Weise ins Achtelfinale der Fußball-Europa-League eingezogen.

 |  NOEN, APA (AFP)

Während Wimmer seinen Erfolgslauf mit Tottenham durch ein 3:0 gegen Fiorentina fortsetzte, musste Janko mit Basel bis in die Nachspielzeit zittern, ehe gegen St. Etienne doch noch das entscheidende 2:1 gelang.

Zum Matchwinner für Basel avancierte Luca Zuffi mit einem Doppelpack (15., 92.). Die Schweizer setzten sich nach der 2:3-Niederlage im Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregel durch. St. Etienne hatte erst in der 90. Minute durch Kapitän Moustapha Sall ausgeglichen. Janko spielte im Sturmzentrum durch, sein Offensivkollege Breel Embolo wurde mit Gelb-Rot des Platzes verwiesen (85.).

Tottenham gab sich nach einem 1:1 im Hinspiel zu Hause gegen Fiorentina keine Blöße. Wimmer spielte beim 3:0 erneut in der Innenverteidigung durch. Deutlich mehr zittern als der englische Tabellenzweite musste der Ligarivale Manchester United. Die "Red Devils" zogen den Kopf gegen den dänischen Meister Midtjylland aber noch aus der Schlinge, siegten nach Rückstand noch 5:1.

Zum Helden für United avancierte ein 18-jähriger Debütant. Marcus Rashford erzielte nach der Pause die beiden vorentscheidenden Tore zum 2:1 (63.) und 3:1 (75.). Das Hinspiel hatten die Dänen überraschend mit 2:1 gewonnen. Beim Stand von 1:1 vergab United-Star Juan Mata einen Elfmeter (43.).

Rashford war nur wegen einer Verletzung von Millionenmann Anthony Martial beim Aufwärmen zum Einsatz gekommen. Nun könnte der Eigenbauspieler seinem schwer in der Kritik stehenden Trainer Louis van Gaal den Job gerettet haben. Der österreichische Stürmer Martin Pusic wurde bei Midtjylland in der Schlussphase eingewechselt (79.). Sein Landsmann Daniel Royer saß auf der Ersatzbank.

Rapid Wiens Gruppengegner Villarreal zog durch ein 1:1 beim SSC Napoli ebenso ins Achtelfinale ein wie der FC Sevilla trotz eines 0:1 bei Molde in Norwegen. Die beiden spanischen Clubs hatten die Hinspiele zu Hause mit 1:0 bzw. 3:0 für sich entschieden.

Borussia Dortmund buchte das Aufstiegsticket nach dem 2:0-Heimsieg gegen den FC Porto durch ein 1:0 in Portugal. Der einzige Treffer durch Pierre-Emerick Aubameyang fiel aus Abseitsposition und wurde als Eigentor von Porto-Keeper Iker Casillas gewertet (23.). Die Achtelfinal-Auslosung folgt am Freitag (13.00 Uhr) in Nyon.

Auch Liverpool, Schachtar Donezk, Lazio Rom und Bayer Leverkusen zogen am Donnerstag ins Achtelfinale der Fußball-Europa-League ein. Liverpool reichte nach dem 0:0 im Hinspiel vor eigenem Publikum ein 1:0-Erfolg über Augsburg, das sich damit so wie Schalke nach einer 0:3-Heimschlappe gegen Donezk verabschieden musste. Leverkusen kam nach einem 3:1 über Sporting Lissabon weiter.

Lazio eliminierte Galatasaray Istanbul dank eines 3:1-Heimsiegs. Schon im Hinspiel hatten die Italiener ein 1:1 geholt. Athletic Bilbao warf Olympique Marseille nach einem 1:1 im Heimrückspiel mit dem Gesamtscore von 2:1 aus dem Bewerb und Sparta Prag setzte sich gegen Krasnodar (3:0, gesamt 4:0) durch. Ab 21.00 Uhr waren u.a. noch Manchester United, Tottenham und Borussia Dortmund im Einsatz.

Liverpool genügte ein Penaltytreffer von James Milner in der fünften Minute, um den Achtelfinaleinzug zu bewerkstelligen. Schalke, bei dem Alessandro Schöpf bei seinem Europacup-Startelfdebüt bis zur 58. Minute am Platz war, verlor nach dem 0:0 bei Schachtar Donezk zu Hause 0:3. Der Brasilianer Marlos leitete das Schalker Unheil in der 27. Minute mit dem 1:0 nach einem Konter per Fersler ein. Danach trafen noch Ferreyra (63.) und Kovalenko (77.).

Leverkusen gab sich gegen Sporting Lissabon keine Blöße. Der Vierte der deutschen Bundesliga gewann nach dem 1:0 in Portugal vor Wochenfrist auch das Rückspiel, diesmal mit 3:1. Karim Bellarabi erzielte drei der vier Leverkusener Treffer.

Augsburgs Hoffnungen wurden in Liverpool durch ein Missgeschick im eigenen Strafraum früh geknickt. Nach einer Flanke stiegen Caiuby und Dominik Kohr in die Höhe und kamen sich dabei in die Quere. Letzterem sprang der Ball dabei an die Hand, worauf der Schiedsrichter auf Penalty entschied. Marwin Hitz wählte in der Folge gegen Milner zwar die richtige Seite, der Schuss war aber zu gut platziert. In den Schlussminuten verpasste Konstantinos Stafylidis mit einem Freistoß das 1:1 knapp, das Augsburg zum Weiterkommen gereicht hätte.