Erstellt am 13. Dezember 2015, 15:38

von APA/Red

Kärntner Polizist verweigerte nach Unfall Alkotest. Ein Kärntner Polizist steht nach einem Unfall mit seinem Zivilstreifenwagen unter Verdacht, den Alkotest verweigert zu haben.

Der 53-Jährige war Donnerstagabend im Dienst mit dem Fahrzeug von der Straße abgekommen und hatte sich überschlagen. Er musste leicht verletzt ins Spital, machte dort aber keinen Test. Neben einer Anzeige muss der Beamte auch mit einem Disziplinarverfahren rechnen.

Rainer Dionisio, Sprecher der Landespolizeidirektion Kärnten, bestätigte am Sonntag Berichte der "Kleinen Zeitung" und der "Kronen Zeitung", wonach der Polizist den Test verweigert hatte: "Er wurde mehrmals dazu aufgefordert, hat aber nicht darauf reagiert. Das gilt als Verweigerung." Zudem kenne der Beamte das Prozedere aus seiner eigenen beruflichen Erfahrung und hätte wissen müssen, dass ein Alkotest zu machen ist.

Ohne Test wird automatisch eine Alkoholisierung von 1,6 Promille angenommen. Auf dieser Grundlage werde auch die Anzeige erfolgen, sagte Dionisio. Zudem erfolgt eine Disziplinaranzeige. Suspendiert wurde der Kollege aber nicht, weil dafür die rechtlichen Voraussetzungen fehlten, so der Sprecher. Am Wagen soll Totalschaden entstanden sein. Laut "Kleiner Zeitung" bestreitet der Lenker, zum Alkotest aufgefordert worden zu sein. Er sei auch nicht betrunken gewesen.