Erstellt am 13. Mai 2017, 18:32

von APA Red

Nur langsame Entspannung nach Überflutungen. Die Lage in den von Überschwemmungen betroffenen Provinzen Quebec und Ontario in Kanada entspannt sich nur langsam.

Nachwirkungen sind wohl noch länger zu spüren  |  APA/dpa

Teils sanken die Wasserstände dort zum Wochenende und Meteorologen stuften ihre Wettervorhersage, die erneut starken Regen angekündigt hatte, etwas herunter. Fast 2.500 Soldaten waren in Quebec aber weiter im Einsatz, um Dämme zu sichern und die Wassermassen aufzuhalten.

Erst am Montag werde sich zeigen, ob Bewohner in der stark betroffenen Region Mauricie, die zwischen Montreal und der Stadt Quebec liegt, von noch schwereren Überschwemmungen verschont bleibe, sagte Quebecs Premierminister Philippe Couillard laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Canadian Press. "Wir werden am Montag aufatmen, wenn es keinen enormen Regen und starken Überlauf gegeben hat", sagte Couillard in Montreal. "In der Zwischenzeit drücken wir die Daumen."

In der Provinz Quebec, wo nach offiziellen Angaben 4.700 Häuser überflutet wurden, mussten bisher 3.900 Menschen in 175 Ortschaften in Sicherheit gebracht werden. Die Stadt Rigaud westlich von Montreal drohte denjenigen, die sich Anordnungen zur Evakuierung widersetzten, mit Geldstrafen von umgerechnet bis zu 3.300 Euro. In der Provinz Ontario westlich von Quebec sowie in British Columbia an der Westküste Kanadas waren Hunderte von den Evakuierungen betroffen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hatte Quebec am Donnerstag besucht und erklärt, dass die Bürger sich angesichts des Klimawandels auf häufiger eintretende Naturkatastrophen einstellen müssten. Ein Jahrhundert-Sturm könne nun alle zehn oder sogar alle paar Jahre auftreten, sagte Trudeau.