Erstellt am 30. Oktober 2015, 12:12

von APA/Red

Kartellobergericht erhöhte Strafe für Spar auf 30 Mio. Euro. Das Kartellobergericht hat den Handelskonzern Spar wegen Preisabsprachen zu einer Geldstrafe von 30 Mio. Euro verdonnert, wie Spar am Freitag mitteilte.

Es geht um Preisabsprachen bei Molkereiprodukten  |  NOEN, APA

In der ersten Instanz war das Unternehmen noch mit einem Bußgeld von 3 Mio. Euro davon gekommen. Damit hat sich die Strafe in der Berufung verzehnfacht. Es ist eine der höchsten Kartellstrafen in der österreichischen Geschichte.

Bei dem Urteil geht es um Preisabsprachen bei Molkereiprodukten. Zu weiteren Produktgruppen gibt es noch offene Bußgeldanträge der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB). Die Kartellbehörde hatte den heimischen Lebensmittelhandel in den vergangenen Jahren ins Visier genommen.

Der Spar-Konkurrent Rewe mit den Marken "Billa", "Merkur" und "Penny" musste 2013 eine Rekordstrafe von 20,8 Mio. Euro zahlen. Auch mehrere Produzenten wurden abgestraft.