Erstellt am 26. April 2017, 13:10

von APA Red

"Astronauten" werben in Wien für Fahrradhelme. Wer in den nächsten Tagen auf Wiens Straßen Astronauten sieht, ist in eine Kampagne des Kuratoriums für Verkehrssicherheit geraten. Nach dem Motto "Helm auf, ihr Helden!" laufen ab sofort in der Bundeshauptstadt mehr als 180 Aktionen für mehr diesbezügliches Bewusstseinsbildung. Der Startschuss erfolgte am Mittwoch am Wiener Ring.

Helm am Rad sollte Pflicht sein  |  APA (Symbolbild/dpa)

Knapp die Hälfte aller tödlichen Rad-Verletzungen betrifft den Kopf. Viele dieser Blessuren könnten durch das Tragen eines passendes Helmes vermieden oder gemildert werden. In Österreich schützt sich allerdings nicht einmal ein Drittel (29 Prozent) aller erwachsenen Pedalritter. Das KFV sieht Aufholbedarf und will nun in einer bundesweiten Aktion augenzwinkernd sensibilisieren. "Jeder achte Radunfall hat eine Kopfverletzung zur Folge, die im Krankenhaus behandelt werden muss", sagte KFV-Direktor Othmar Thann.

Daher heißt es nun zunächst in Wien, dann in allen Landeshauptstädten: Augen auf, Ohren auf - und den Helm nicht vergessen! Das Kuratorium für Verkehrssicherheit schickt Mitarbeiter im Astronautenanzug mit Infotafeln los, die je nach Verhalten Lob und Tadel verteilen. Die bei Kinder bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr seit 2011 bestehende Helmpflicht werde gut akzeptiert, "großen Aufholbedarf" gebe es hingegen immer noch bei Jugendlichen und Erwachsenen, für die keine Vorgabe besteht.

Die Straßen-Kampagne "Helm auf, ihr Helden!" ist bis 4. Mai mit 180 Einzelaktivitäten an stark frequentierten Knotenpunkten in Wien zu Gast und geht dann auf Österreich-Tour geht. Zunächst bundesweit in den Hauptstädten, in den kommenden Jahren werden auch in Bezirken und Gemeinden Astronauten mit "Helm auf, ihr Helden!"-Schildern das Straßenbild prägen.

Die Vorbilder aus dem All sollen zu Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung beitragen. Einen "Appell an die Vernunft" nannte dies KFV-Verkehrsexperte Peter Felber. Ziel sei, nachhaltig die Anzahl der Kopfverletzungen bei Radfahrstürzen zu reduzieren. "Der Fahrradhelm im Straßenverkehr muss so selbstverständlich werden wie der Skihelm auf der Piste."