Erstellt am 19. April 2017, 13:17

von APA Red

"Sharing Economy" in Wien immer beliebter. In immer mehr Branchen ist es möglich, Gegenstände zu mieten oder kurzzeitig auszuleihen.

"Meines" und "deines" werden immer öfter durch "unseres" ersetzt  |  APA (dpa)

Die bekanntesten Angebote der "Sharing Economy" in Wien umfassten nach einer im März durchgeführten Umfrage von MAKAM Research Fahrräder und Carsharing. Besonders häufig genutzt wurden Ausleih- und Streamingmöglichkeiten bei Musik, Filmen und eBooks. Befragt wurden 500 Bewohner der Hauptstadt ab 15 Jahren.

Die Bekanntheit von Miet- bzw. Ausleihmöglichkeiten war bei Fahrrädern (wie z.B. citybike) und Carsharing (etwa car2go, Drive Now, Zipcar) mit 87 bzw. 86 Prozent am größten. Ebenfalls eine sehr hohe Bekanntheit wiesen Ausleih- bzw. Streamingmöglichkeiten im digitalen Bereich auf: eBooks, Filme und Musik kannten zwischen 76 und 79 Prozent der Wiener.

Ebenfalls hohe Bekanntheitswerte bei den Befragten hatten das Mieten von Sportutensilien (62 Prozent) und Werkzeugen (55 Prozent). Etwas weniger Wiener wissen um die Möglichkeit des Ausleihens von Kleidung (39 Prozent), Musikinstrumenten (38 Prozent), Party-Utensilien (38 Prozent), Kunstwerken (35 Prozent), Autozubehör (34 Prozent), Elektronikartikeln (29 Prozent), Accessoires (25 Prozent). Vergleichsweise wenig bekannt sind Miet-Pflanzen (20 Prozent) sowie Leih-Spielzeug (19 Prozent) und -Möbel (18 Prozent).

Am häufigsten nutzte dementsprechend etwa ein Drittel der Wiener Ausleih- bzw. Streamingmöglichkeiten bei Musik (36 Prozent), Filmen (33 Prozent) und eBooks (28 Prozent). Drei von zehn Befragten haben sich schon einmal Sportutensilien ausgeliehen. 26 Prozent der Hauptstadtbewohner haben bereits Fahrräder gemietet, 24 Prozent Werkzeuge geliehen und 19 Prozent Carsharing genutzt.

Von jenen Befragten, die im jeweiligen Bereich noch nie etwas ausgeliehen bzw. gemietet haben, lag das größte Potenzial im Bereich Autozubehör. So kann sich etwa jeder sechste vorstellen, in Zukunft Autozubehör auszuleihen bzw. zu mieten (17 Prozent). Bei Spielzeug, Pflanzen, Werkzeug, Gartenmöbeln, Musikinstrumenten, Kunst und Haushaltsgeräten kann sich jeder Zehnte vorstellen, es auszuleihen.

Kosten- und Platzersparnis gaben die Befragten als größte Vorteile des Ausleihens an. Als häufigster Grund für das Mieten von Gegenständen werden Kosteneinsparungen genannt, besonders wenn die Gegenstände nicht häufig gebraucht werden. Aber auch der Vorteil, keinen Stauraum haben zu müssen, sowie die Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sprachen für viele der befragten Wiener für eine geteilte Nutzung.

Die häufigsten Gründe gegen das Mieten bzw. Ausleihen waren Unsicherheiten bezüglich der Haftung bei Beschädigung oder hinsichtlich der Qualität der ausgeliehenen Gegenstände. Auch die Tatsache, Gegenstände lieber besitzen zu wollen sowie Bedenken wegen der Hygiene sprachen für viele Wiener gegen die "Sharing Economy".