Erstellt am 27. Juli 2016, 12:30

von APA Red

Kira Grünberg bilanziert ein Jahr nach dem Unfall. Am Samstag, 30. Juli, jährt sich der folgenschwere Trainings-Unfall der österreichischen Leichtathletin Kira Grünberg zum ersten Mal. Die Stabhochspringerin aus Tirol ist sei dem Sturz querschnittsgelähmt, ihr Fall hatte weltweit für Anteilnahme gesorgt. Grünberg hat seither beachtliche Fortschritte in ihrer Therapie gemacht.

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Am wichtigsten sind der Tirolerin, die am 13. August ihren 23. Geburtstag feiert, natürlich ihre persönlichen Fortschritte. Allen Prognosen der Ärzte zum Trotz hat Grünberg durch gezieltes individuelles Training und Therapien einiges erreicht: Sie kann sich nun auch allein die Zähne putzen, bestimmte Kleidungsstücke anziehen oder beim Kochen helfen. Dies wurde durch eine Teilmobilisierung des Trizeps erreicht. Die Mobilität der Finger ist bisher noch nicht vorhanden.

"Wir haben viel mehr erreicht, als uns am Anfang zugetraut wurde", sagte Grünberg. "Es gibt immer noch gewisse Fortschritte, wenn auch nur kleine. Generell ist mein Leben jetzt natürlich anders als vor einem Jahr, aber nicht besser oder schlechter - einfach anders." Grünberg wohnt nach diversen nötigen Umbauten vorerst im Elternhaus. Der Plan, das neben dem Elternhaus gelegene, alte Bauernhaus behindertengerecht umzubauen, ist wegen der Kosten und der Auflagen des Denkmalschutzes gescheitert.

Neben diversen Motivationsvorträgen unter dem Titel "Mein Sprung in ein neues Leben", die Grünberg hält, veröffentlicht sie im September ihr erstes Buch. Ebenfalls im September wird ihre Mama Karin nach einem Jahr Pflege wieder in den Beruf zurückkehren und Kira Grünberg von einer Pflegerin betreut. Ab Anfang 2017 erhält sie Zuwachs: Der Therapiehund Balu wird dann bei Grünberg wohnen und sie bei Dingen des täglichen Lebens unterstützen.