Erstellt am 19. November 2015, 21:57

von APA/Red

Leichtathletik-Weltverband stellt fünf Forderungen an Russen. Nach der Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes (WFLA) hat der Weltverband (IAAF) die sofortige Bestrafungen aller Verantwortlichen und die Etablierung eines effektiven Anti-Doping-Gesetzes gefordert.

Mit der Erfüllung eines Fünf-Punkte-Plans sollen die Russen die Möglichkeit bekommen, wieder in den Weltverband aufgenommen und bei internationalen Wettkämpfen starten zu können.

Außerdem fordert die IAAF strukturelle und administrative Reformen zur Doping-Bekämpfung sowie ein transparentes und effizientes Anti-Doping-Testprogramm. Zudem muss sich die WFLA mit ihren Offiziellen, Trainern und Athleten strikt an den Code der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und die Regeln der IAAF halten.

Die "Omerta", das ungeschriebene Gesetz des Schweigens, müsse gebrochen werden, um Athleten zu ermutigen, beispielsweise als Kronzeugen ohne eigene rechtliche Konsequenzen oder Nachteile gegen Beteiligte am Dopingsystem auszusagen. "Zum Schutz aller Athleten kann es für die Rückkehr der WFLA so lange keinen Zeitrahmen geben, bis uns versichert wurde, dass alle Kriterien vollständig erfüllt worden sind und künftig für immer erfüllt werden", betonte IAAF-Präsident Sebastian Coe.