Erstellt am 25. April 2016, 18:26

Liga leitete Verfahren gegen Mattersburg ein. Die Fußball-Bundesliga hat ein Verfahren gegen den SV Mattersburg eingeleitet.

 |  NOEN, APA (Archiv)

Als Grund wurden am Montag "vereinzelte diskriminierende Rufe aus dem Zuschauerbereich" bei der 0:9-Heimniederlage am Samstag gegen die Austria genannt. Angeblich soll es sich dabei um antisemitische Äußerungen gehandelt haben. Zudem wurde Mattersburg-Goalie Markus Kuster zu einer Sperre von sechs Spielen verdonnert.

In der Mitteilung hieß es: "Seit vielen Jahren engagieren sich die Bundesliga und ihre Klubs gegen Rassismus sowie Diskriminierung und man wird auch diesen Vorfall nicht totschweigen! Daher arbeiten wir, entsprechend dem gemeinsam mit der Initiative FairPlay und dem ÖFB entwickelten Procedere, an der lückenlosen Aufarbeitung dieser nicht zu tolerierenden Szenen."

Laut Bundesliga hat der Senat 3 ein Verfahren gegen den SVM beim Senat 1 eingeleitet. Die Mattersburger wurden aufgefordert, eine Stellungnahme vorzubringen.

Der Strafsenat der Bundesliga sprach neben der Sechs-Spiele-Sperre auch eine auf sechs Monate bedingte Sperre von zwei Partien gegen Kuster aus. Dieser sah am Samstag bei der 0:9-Niederlage gegen die Austria wegen Tätlichkeit und Kritik am Schiedsrichter von Referee Markus Hameter die Rote Karte.

Sein Clubkollege Manuel Prietl muss wegen Torraubs ein Match pausieren. Mark Prettenthaler vom SKN St. Pölten fasste eine Drei-Spiele-Sperre aus, eines davon ist auf sechs Monate bedingt.