Erstellt am 04. April 2016, 20:09

Lugner kämpft gegen "rot-schwarze Schweinderl". Baumeister Richard Lugner hat Montagabend in der heimatlichen Lugner City seinen Hofburg-Wahlkampf gestartet. Bier und Würstl um je einen Euro sowie ein ausführlicher Auftritt der Jazz Gitti brachten dem unabhängigen Präsidentschaftskandidaten einige hundert Zuschauer.

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Denen wusste auch zu gefallen, was Lugner in seiner eher kurz gehaltenen Ansprache zum Besten gab. Österreich brauche einen unabhängigen und aktiven Bundespräsidenten, warb der Shoppingmall-Besitzer für sich selbst.

Als erste Tat in der Hofburg will Lugner seine neuen Amtsräume besichtigen. Gleich danach soll die Bundesregierung beim neuen Staatsoberhaupt antreten. Rot und Schwarz will er dabei klar machen, dass er die Regierung entlässt, wenn sie nicht zu streiten aufhört.

Zweifel am Erfolg dieser Initiative hegt Lugner nicht, würden sich doch SPÖ und ÖVP sicher nicht gerne vom Futtertrog wegbewegen: "Die rot-schwarzen Schweinderl tun ganz gerne futtern."

Fremdsprachenkenntnisse bewies das Lugner-Team am Bühnentransparent, von dem der Kandidat samt Ehefrau auf das Publikum blickte: "First Couple for Austria", lautet der Werbeslogan. Lugners First Lady hielt sich freilich heute im Hintergrund und saß mit ihrer Tochter in den hinteren Reihen der aufgestellten Bierbänke: "Sie will nichts reden, damit es schnell geht", begründete der Baumeister die Abwesenheit von Gattin Cathy auf der Bühne.

Während sich der Hofburg-Kandidat eher kurz hielt, geizte Jazz Gitti bei ihrem Auftritt nicht. Ihr musikalisches Programm bot etwas für alle möglichen Wahlergebnisse, von "A Wunder" bis "Kränk di net".

Die Werbetrommel rührte die Jazz Gitti freilich weniger für ihren Gastgeber Lugner, für den sie nur ein paar mehr oder weniger derbe Scherze parat hatte. Vielmehr ging es ihr darum, das Publikum anzufeuern, sie weiter bei der ORF-Sendung Dancing Stars zu unterstützen. Ihren Profi-Tanzpartner Willi Gabalier hatte die Jazz Gitti in die Lugner City mitgebracht, wo dieser beweisen konnte, dass er die Sängerin gleich mehrfach in die Höhe werfen kann.