Erstellt am 14. April 2017, 09:45

von APA Red

Rapid-Ultras "holten Mannschaftsbus von der Autobahn". Die "Ultras Rapid", die wohl einflussreichste Fan-Gruppierung des österreichischen Fußball-Rekordmeisters, haben sich in einer am Donnerstag auf ihrer Website veröffentlichten Mitteilung zur aktuellen Krisensituation bei den Grün-Weißen geäußert. Dabei wurde unter anderem darüber berichtet, was nach dem 0:3 am Samstag in Ried passierte.

Die "Ultras" nahmen sich ihr Team an die Brust  |  APA (Archiv)

Auf ultrasrapid.at hieß es: "Nach dem Spiel in Ried war also mehr als dringender Handlungsbedarf, um allen Beteiligten diese Situation klarzumachen. Wir haben den Mannschaftsbus in Ried in Ruhe gelassen, denn jegliche Versuche irgendwas zu starten wären mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Straßenschlacht mit der mehr als motivierten oberösterreichischen Polizei ausgeartet. Wir haben uns für die unauffälligere Variante entschieden und den Bus auf dem Weg nach Wien von der Autobahn geholt, um der Mannschaft auf einem LKW-Rastplatz die Leviten zu lesen."

Zum Inhalt dieser Gespräche wurden keine Angaben gemacht. "Was dort wie gesagt wurde werden wir hier nicht weiter ausführen, wir sind aber davon überzeugt, dass die Mannschaft wirklich verstanden hat, um was es hier im Augenblick geht."

Unterstützungs-Aufruf an Fans

Außerdem schrieben die "Ultras" über Unterredungen mit Fredy Bickel und Christoph Peschek am Samstagabend. "Bei der Ankunft in Hütteldorf hatten wir noch ein Gespräch mit den Geschäftsführern Sport sowie Wirtschaft, die den Eindruck machten, als hätten sie wirklich überrissen, was auf dem Spiel steht."

Die Mitteilung schloss mit dem Aufruf an alle Fans, in den kommenden Heimspielen ins Stadion zu kommen und die Mannschaft zu unterstützen. Rapid befindet sich derzeit als Tabellensiebenter mit fünf Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Ried in Gefahr, erstmals in der Clubgeschichte aus dem Oberhaus abzusteigen.