Erstellt am 27. September 2015, 23:44

von APA/Red

Österreichs Tischtennis-Team hat EM-Medaille sicher. Die Serie hält. Österreichs Tischtennis-Asse reisen auch von den Europameisterschaften in Jekaterinburg mit zumindest einer Medaille heim, so wie seit 1998 bzw. nun 14 Mal in Folge.

Robert Gardos holte zwei Punkte gegen Portugal  |  NOEN, APA (epa)

Denn das rot-weiß-rote Herren-Team besiegte am Sonntag im Viertelfinale Titelverteidiger Portugal 3:2 und hat damit zumindest Bronze fix. Im Duell um den Finaleinzug wartet am Montag (10.00 Uhr MESZ) Weißrussland.

Es war ein langer Weg zur ersten Team-Medaille der österreichischen Herren seit vier Jahren, das Duell dauerte fast vier Stunden. Die Entscheidung brachte wie schon am Vortag Stefan Fegerl. Hatte er da gegen Russland mit seinem entscheidenden Sieg den 3:2-Erfolg und den Aufstieg aus der Gruppe fixiert, brachte er gegen die Portugiesen sich und seinen Landsleuten den ersehnten Podestplatz.

Dabei waren die Österreicher 1:2 zurückgelegen. Nach einem 1:3 von Fegerl gegen Marcos Freitas glich Gardos mit einem 3:1 gegen Tiago Apolonia zwar aus, doch Daniel Habesohn musste sich Joao Monteiro 1:3 geschlagen geben. Gardos stand danach gegen den Weltranglisten-Neunten Freitas unter Siegzwang, und er löste diese Aufgabe mit einem 3:1 und Bravour. Fegerl war letztlich gegen Apolonia 1:2 in zurück gewesen, kam in den Entscheidungssatz, bewies Nervenstärke und nutzte seinen vierten Matchball.

Danach lagen sich die Österreicher inklusive Bundestrainer Qian Qianli und Routinier Chen Weixing in den Armen. Allerdings bleibt nur wenig Zeit zum Erholen. Die Portugal-Partie war erst gegen 23.00 Uhr Ortszeit zu Ende, am Montag schon um 13.00 Uhr (10.00 Uhr MESZ) warten im Semifinale die Weißrussen. Die gewannen gegen Polen 3:2, ihr Star ist der mehrfache Ex-Europameister Wladimir Samsonow. Sechs Stunden später bestreiten Deutschland und Frankreich das zweite Semifinale.

Österreichs Damen-Team ist hingegen gegen Titelverteidiger Deutschland im Viertelfinale ausgeschieden. In der Endspiel-Neuauflage des Vorjahres unterlag die ÖTTV-Mannschaft am Sonntag 1:3. Viertelfinalgegner der Herren ist Titelverteidiger Portugal.

Sofia Polcanova stellte mit einem Viersatzerfolg gegen Shan Xiaona auf 1:0. Doch glatte Niederlagen ohne Satzgewinn von Liu Jia gegen Han Ying, von Amelie Solja gegen ihre Schwester Petrissa sowie von Polcanova gegen Han besiegelten das Ende der Medaillenträume.

"Es ist natürlich auch Pech, so früh auf Deutschland zu treffen. Gegen alle anderen hätten wir eine gute Chance gehabt. Aber im Endeffekt war die Niederlage im Gruppenspiel gegen Rumänien ausschlaggebend, als Gruppensieger hätten wir die Deutschen frühestens im Halbfinale haben können", meinte Ex-Europameisterin Liu. Für das rot-weiß-rote Team geht es nun am Montag um die Plätze fünf bis neun.