Erstellt am 08. November 2015, 15:49

von APA/Red

Mikl-Leitner will bis Mittwoch Entscheidung zu Grenzkonzept. Das Innenministerium will bis spätestens Mittwoch eine Entscheidung über die Grenzsicherung in Spielfeld.

 |  NOEN, APA

Wie ein Sprecher von Ressortchefin Johanna Mikl-Leitner erklärte, sei ihr Konzept am Freitag auf Büroebene Kanzleramtsminister Josef Ostermayer erläutert worden. Auch Verteidigungsminister Gerald Klug sei informiert. 

Nun gelte es, zügig die Verhandlungen zu führen und bis spätestens Mittwoch eine Entscheidung zu treffen, damit man dann schnell in die Umsetzung der baulichen Maßnahmen komme, erklärte der Sprecher der Innenministerin am Sonntagnachmittag.

Er betonte auch, dass es für Mikl-Leitner nur ein Modell gibt, das sinnvoll sei. Wie dieses aussieht, wollte er allerdings noch nicht verraten. Dass drei verschiedene Varianten im Gespräch seien, wie dies medial kolportiert wurde, stellte der Sprecher in Abrede.

Die verschiedenen, von der SPÖ vorgeschlagenen Konzepte wollte das Innenministerium nicht bewerten. "Wir kommentieren das nicht. Es geht um eine kontrollierte Vorgehensweise an unserer Grenze. Und wer in dieser heiklen Phase dazu unabgestimmte Detailkonzepte an die Öffentlichkeit spielt, ist sicherheitstaktisch daneben."

Erstmals seit Beginn der derzeitigen Flüchtlingslage waren die beiden Erstversorgungsstellen in Spielfeld und in Bad Radkersburg am Sonntagvormittag leer. Die Migranten wurden in der Nacht mit Bussen zu ihren Notquartieren in Österreich verbracht, wie die Polizei Sonntagfrüh mitteilte. Die beiden Erstversorgungsstellen werden demnach nun einer Grundreinigung unterzogen.

Für Sonntag wurde ein Sonderzug mit einer nicht bekannten Zahl an Migranten in Sentilj beim Grenzübergang Spielfeld erwartet, aus Gornja Radgona (Grenzübergang Bad Radkersburg) lagen keine Informationen vor. In den nächsten Tagen könnte es wieder zu einem Anstieg der Flüchtlingszahlen kommen, da der Streik der Fährarbeiter in Griechenland in der Zwischenzeit beendet wurde und wieder eine Anbindung zu den griechischen Inseln besteht.

Seit Anfang September wurden in Österreich etwa 430.000 Flüchtlinge mit Bussen befördert. Mehr als 100.000 davon wurden mit Bundesheerbussen transportiert, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag in einer Aussendung mit.