Erstellt am 10. Februar 2016, 10:15

Nach Bluttat werden Vater und Kleinkind obduziert. Nach der Bluttat eines 37-Jährigen an seinem zweijährigen Sohn und dem anschließenden Selbstmord des Mannes am Dienstag in Wolfern (Bezirk Steyr-Land) standen am Mittwoch die Obduktionen und Zeugeneinvernahmen auf dem Programm.

 |  NOEN, APA (fotokerschi.at)

Ob die geschockten Angehörigen bereits befragt werden können, war aber vorerst unklar. Am Vormittag sollten Vater und Sohn obduziert werden.

Die Leiche des Buben wies laut Polizei Spuren massiver Gewalteinwirkung am Kopf auf. Die Tatwaffe wurde zwar sichergestellt, die Ermittler wollten aber vorerst nicht preisgeben, worum es sich dabei handelt. Der Vater hat sich erhängt. Mit einem Ergebnis der Autopsien wurde für den Nachmittag gerechnet.

Der 37-Jährige, der sich in Karenz befand, war am Dienstag allein mit seinem zweijährigen Sohn zu Hause. Die beiden anderen Kinder im Alter von vier und sechs Jahren waren zu diesem Zeitpunkt im Kindergarten bzw. in der Schule, die Mutter war in der Arbeit. Als der Mann den Buben nicht wie vereinbart zu Verwandten brachte, kamen diese nachsehen und fanden im Haus der Familie die blutüberströmte Kinderleiche in der Badewanne.

Der Vater war zunächst verschwunden. Wenig später wurde er erhängt gefunden. Der Mann hat einen Abschiedsbrief hinterlassen, in dem er mitteilte, er könne nicht mehr. Der Hintergrund der Tat war unklar. Vermutet wird, dass er psychische Probleme hatte.