Erstellt am 08. April 2017, 14:35

von APA Red

Drei Erdbeben erschütterten die Philippinen. Drei schwere Erdbeben haben am Samstag auf den Philippinen zahlreiche Gebäude beschädigt und Touristen in Panik versetzt.

In Manila flüchteten Menschen aus Bürogebäuden im Finanzviertel  |  APA/ag.

Dem ersten Beben mit einer Stärke von 5,5 gegen 15.00 Uhr (Ortszeit, 09.00 Uhr MESZ) folgten Minuten später zwei Beben der Stärke 5,9 sowie 5,0, wie die US-Erdbebenwarte mitteilte. Menschen kamen nach ersten Berichten nicht zu Schaden.

Im Taucherparadies Mabini südlich der Hauptstadt Manila, das für seine Unterwasserwelt mit Korallenriffen berühmt ist, brach bei vielen Touristen Panik aus. "Ich war im Pool und hatte Tauchstunden, als der Boden bebte", berichtete ein philippinischer Tourist. "Wir sind alle raus und sind gerannt. Als ich in mein Zimmer kam, war die Decke herabgestürzt und die Fenster waren zerborsten." Urlauber seien im Freien außerhalb der beschädigten Gebäude geblieben, während Nachbeben die Region erschütterten.

Die Erdbeben lösten auch Erdrutsche aus und beschädigten eine Kirche, ein Krankenhaus und mehrere Wohnhäuser in der Gegend, wie der Sender ABS-CBN berichtete. Nach Behördenangaben sollten 3.000 Bewohner der Küstenregion vorsichtshalber ins Landesinnere gebracht werden. Laut der staatlichen Erdbebenwarte war aber kein Tsunami zu befürchten. Auch in der Hauptstadt Manila flüchteten Menschen aus Bürogebäuden im Finanzviertel.

Die Philippinen liegen auf dem pazifischen Feuerring, an dem tektonische Erdplatten aneinanderstoßen. Dies führt zu häufigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Im Oktober 2013 waren bei einem Beben der Stärke 7,1 mehr als 220 Menschen ums Leben gekommen, jahrhundertealte Kirchen wurden zerstört.