Erstellt am 08. Mai 2016, 18:43

von Bernhard Fenz

Noch keine SVM-Erlösung. Der SV Mattersburg hat es am Sonntag verpasst, den Klassenerhalt aus eigener Kraft endgültig zu fixieren. Weil die Mannschaft von Ivo Vastic gegen Rapid mit 0:2 unterlag, ist das Thema Abstieg zwei Runden vor Schluss noch nicht endgültig vom Tisch.

 |  NOEN, Martin Ivansich
Nach der samstägigen 0:2-Pleite von Schlusslicht Grödig in Ried war die Ausgangslage vor dem Sonntag-Spiel zwischen Mattersburg und Rapid klar. Holen die Burgenländer – zu diesem Zeitpunkt mit nur einem Zähler aus den letzten sechs Spielen schon auf Platz neun in der Tabelle abgerutscht  – zumindest einen Punkt, dann ist der Abstiegskampf für den SVM entschieden. Klar: Sieben oder mehr Punkte Abstand sind in zwei Spielen nicht aufzuholen. Es sollte aber letztlich anders kommen.

Trotzdem: Sechs Punkte Vorsprung auf Grödig sind nicht die allerschlechteste Ausgangsposition…

Dabei begann die im Vergleich zum 0:2 beim WAC veränderte grün-weiße Elf aus dem Burgenland (Manuel Prietl, Jano und Michi Perlak standen wieder in der Startformation) gleich couragiert, als sich Prietl in Minute 13 ein Herz nahm. Sein Alleingang samt Flachschuss neben das lange Eck brachte aber nichts ein.



Besser machten es die Hütteldorfer, die in Minute 17 in Führung gingen. Und es war ein Neusiedler, der ins Schwarze traf: Mario Pavelic knallte den Ball aus rund 25 Metern ins Netz, Zweiergoalie Thomas Borenitsch kam nicht mehr ran.

Für die weiteren (wenigen) sportlichen Höhepunkte in Hälfte eins sorgte abermals Rapid – konkret bei einem weiteren gefährlichen Pavelic-Schuss und bei einem Kainz-Abschluss nach Hereingabe gegen den Lauf von Borenitsch (Mike Novak klärte – der Ball wäre aber knapp neben das Tor gegangen).   

 Mehr Mattersburger Druck mit  Fortdauer der Partie

Weil Rapid kurz nach der Pause bei einem Schuss an Borenitsch scheiterte und im zweiten Durchgang überhaupt relativ wenig zum Spiel beitrug, wurden die Burgenländer kontinuierlich stärker. Einmal ging zudem Alex Ibser im Strafraum zu Boden, Referee Dieter Muckenhammer ließ weiterspielen.

Nach einem verunglückten Abspiel von Rapid-Tormann Richard Strebinger landete Patrick Bürger beim Zweikampf im Strafraum ebenfalls im Gras – wieder sah Muckenhammer keinen Elfer, sondern zückte Gelb – für Bürger. Aus dem Spiel heraus hatte übrigens der eingewechselte Markus Pink die beste Gelegenheit, als er aus halbrechter Position abschloss, aber nur das Außennetz traf.

Auf der Gegenseite verpassten die Hütteldorfer im Finish die Entscheidung, also blieb die Partie bis zum Schluss spannend – bis Philipp Prosenik in Minute 92 einen langen Ball per Heber zum 0:2 nutzte.

Weiter geht es für den SVM bereits am Mittwoch mit dem Auswärtsspiel bei Sturm Graz. Die Rechnung bleibt gleich: Sechs Punkte Vorsprung haben die Burgenländer auf Grödig. Diese gilt es in den letzten beiden Runden zu verteidigen, oder bestenfalls auszubauen – um völlige Klarheit zu haben.

Erste Reaktionen

Michi Perlak: „Wir waren heute einfach zu wenig aggressiv und sind nie richtig ins Spiel gekommen. Jetzt heißt es volle Konzentration auf das Spiel in Graz legen.“

Ivo Vastic: „Wir haben das Spiel offen gehalten, uns fehlt derzeit einfach die Kaltschnäuzigkeit. Wir sind vor dem Tor nicht energisch genug, Chancen waren da. Die Moral in der Mannschaft stimmt.“

Zoran Barisic: „Wir haben den Ball gut laufen lassen und letztlich verdient gewonnen. Wenn man das zweite Tor nicht schießt, ist es immer spannend.“
 

STATISTIK

 
MATTERSBURG – RAPID 0:2 (0:1).-
Tor: 0:1 (17.) Pavelic, 0:2 (92.) Prosenik.
Gelb: Höller (7., Foul), Jano (55., Foul), Bürger (68., Unsportlichkeit); Kainz (57., Foul), Tomi (86., Unsportlichkeit).
SR: Muckenhammer.- Pappelstadion, 4.500.
Mattersburg: Borenitsch; Höller, Malic, Mahrer, Novak; Prietl, Sprangler (58. Ibser), Jano; Perlak (65. Pink), Röcher; Bürger (72. Templ).
Rapid: Strebinger; Pavelic, Sonnleitner, Dibon (46. Schaub), Auer (10. Schrammel); Grahovac, Schwab; Schobesberger, Hofmann, Kainz (Prosenik, 87.); Tomi.