Erstellt am 19. Februar 2016, 10:43

Nur jeder Vierte fühlt sich daheim sicher. Nur knapp jeder vierte Österreicher fühlt sich daheim ganz sicher. 28 Prozent haben sich mit Zusatzschlössern und anderen Maßnahmen gewappnet. Dem Kauf von Waffen stehen hingegen zwei Drittel skeptisch gegenüber.

 |  NOEN, APA (dpa)

Das ist das Ergebnis einer am Freitag veröffentlichen Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS bei mehr als 1.000 Personen im vergangenen Dezember und Jänner.

Die Österreicher setzen sich zunehmend mit dem Thema "Sicherheit zu Hause" auseinander: 58 Prozent erklärten, damit müsse man sich künftig intensiver als vor 20 Jahren beschäftigen. Aktuell fühlen sich in den eigenen vier Wänden lediglich 24 Prozent "sehr sicher", 48 Prozent nur "einigermaßen".

Insgesamt 20 Prozent haben daheim kein gutes Gefühl mehr wenn sie an Kriminalität, Einbrüche, Raub und Gewalt denken: 14 Prozent fühlen sich "eher nicht so sicher" und sechs Prozent "überhaupt nicht sicher". Männer, Jüngere, Städter und Bewohner von Mietwohnungen haben ein überdurchschnittliches, Frauen, Personen in ländlichen Gegenden und Bewohner von Einfamilienhäusern ein unterdurchschnittliches Sicherheitsgefühl.

28 Prozent gaben an, sie hätten in den vergangenen Jahren Maßnahmen getroffen, um ihr Heim sicherer zu machen, darunter vor allem Personen über 35, Menschen mit höherer Bildung und Eigentümer von Einfamilienhäusern. 45 Prozent von ihnen haben Zusatzschlösser angebracht, jeweils 30 Prozent installierten Lichtquellen und Zeitschaltuhren beziehungsweise kauften einbruchshemmende Türen. Es folgen der Einbau einer Alarmanlage (23 Prozent) und besondere Wachsamkeit in der Nachbarschaft (22 Prozent).

Jeweils 15 Prozent entschlossen sich zum Einbau von einbruchshemmenden Fenstern oder kauften einen Hund. Zehn Prozent hängten Schilder mit der Aufschrift "Alarmanlage" auf. Acht Prozent erwarben eine Schuss-, Hieb- oder Stichwaffe.

Gegenüber letzterem sind die Österreicher aber insgesamt reserviert: 15 Prozent können sich das grundsätzlich vorstellen, 71 Prozent nicht. IMAS fragte bei dem Thema noch nach: Demnach vermuten 68 Prozent, dass mehr private Waffen mehr Risiko für gefährliche Verletzungen und Unfälle mit anderen Bewohnern bedeuten. Nur 14 Prozent sind überzeugt, dass eine Aufrüstung auch mehr Sicherheit für die Bewohner bringt.