Oberwart

Erstellt am 14. Oktober 2016, 12:36

von Vanessa Bruckner

Heinz Drobits leidet – gesucht: Eine Niere!. Heinz Drobits leidet am Alport Syndrom. Eine Krankheit, die seine Nieren zerstört. Jetzt sucht der Oberwarter via Facebook ein Spenderorgan.

Kaum Privatleben. Fast die Hälfte des Jahres hängt Heinz Drobits wieder am Dialysegerät.  |  zVg

Richtig „leben“ kann Heinz Drobits momentan nur von Samstag bis Montagabend, 18.30 Uhr. In dieser Zeit ist „Krankenhaus frei“. Dann hängt der 54-Jährige wieder am Dialyse-Gerät.

Der gebürtige Oberwarter leidet seit seinem dritten Lebensjahr am Alport Syndrom, ein Gendefekt, der bewirkt, dass die Nieren immer schwächer werden und irgendwann ganz versagen. 1996 muss er mit der Dialyse beginnen. Drei Jahre später dann ein medizinischer Lottosechser: Drobits bekommt eine Spenderniere. „Ich hatte mein Leben wieder, war vollkommen gesund. Zu 100 Prozent leistungsfähig zu sein, kein gesunder Mensch kann sich vorstellen, was das für mich bedeutet hat.“

Derzeit 5 Jahre Wartezeit – Mail-Kontakt um zu helfen

Die Freude darüber beziehungsweise das Spenderorgan selbst hielt bis zum Sommer 2015. Seither hängt Heinz Drobits dreimal die Woche je 4,5 Stunden lang am Dialysegerät. „156 Tage im Jahr verbringe ich im Krankenhaus“, erzählt der Oberwarter, der aufgrund seiner Krankheit ein Hörgerät braucht.

Fünf Jahre beträgt die Wartezeit auf ein Spenderorgan derzeit in Österreich.

Heißt: Der zweifache Familienvater müsste noch einmal vier Jahre warten und fast die Hälfte des Jahres im Krankenhaus verbringen. „Ich arbeite noch immer Vollzeit in der Computerbranche. Es ist nicht einfach, überhaupt noch ein Privatleben zu haben. Deshalb habe ich auf Facebook einen Aufruf gestartet, um auf diesem Weg eine Spenderniere zu finden. Ich bin fest davon überzeugt, dass das zu schaffen ist“, so Drobits, der anfügt: „Ein gesunder Mensch kann auch mit einer Niere ein vollwertiges Leben führen.“

Der Fußballer Philipp Hosiner sei ein tolles Beispiel. „Meine Lebensgefährtin ist selbst krank und scheidet als Spenderin aus. Die eigenen Kinder in die Gebschuld zu stellen, davor rät jeder Psychologe ab. Ich weiß, was ich damit von einem fremden Menschen verlange, das ist keine Kleinigkeit. Ich wünsche mir eine gesunde Niere - und ich habe nicht mehr zu geben, als ein Danke. Aber das von Herzen.“

Wer helfen möchte, kann mit Heinz Drobits via Mail Kontakt aufnehmen. Seine E-Mailadresse finden Sie anbei:

heinz.drobits@gmx.at