Erstellt am 23. Mai 2016, 18:42

von APA/Red

Österreich für NÖ Grüne "zukunftsreich unterwegs". Österreich sei mit Alexander Van der Bellen als Bundespräsident "zukunftsreich unterwegs", kommentierte Helga Krismer, Landessprecherin der NÖ Grünen, den Wahlerfolg.

Helga Krismer (Grüne).  |  NOEN, NÖN/Jedlicka
Das "50:50 in der Republik" sehe sie sogar positiv, weil in der Bevölkerung eine "Politisierung und Standortbestimmung stattgefunden" habe. "Van der Bellen wird uns wieder einen und uns nicht enttäuschen."

Der neue Bundespräsident werde "das Amt verbindend auslegen", zeigte sich Hikmet Arslan, Landesgeschäftsführer der Grünen, überzeugt. Das und das Engagement zahlreicher Helfer (fast) "aller Couleurs", die "in Eigeninitiative für Van der Bellen gelaufen" seien, hätten zu dem Erfolg in der Stichwahl geführt.

Walter Rosenkranz, Landesobmann der Freiheitlichen, betonte, dass Norbert Hofer eine "tolle Leistung" geboten habe. Es liege ein knappes Ergebnis vor, "das in der Demokratie zu akzeptieren ist". Hofer habe viel Gegenwind verspürt und sei mit Angstszenarien konfrontiert gewesen, "die an den Haaren herbeigezogen sind". In Niederösterreich wäre einem Erfolg des FPÖ-Kandidaten nichts im Wege gestanden, fügte Rosenkranz unter Hinweis auf das Landesergebnis hinzu.

Hofer auf Platz eins in NÖ

Hofer blieb auch nach Auszählung der Briefwahlstimmen mit 52,62 Prozent auf Platz eins in Niederösterreich. Auf Van der Bellen entfielen demnach 47,38 Prozent. Sonntagabend waren es im größten Bundesland noch 54,29 bzw. 45,71 Prozent gewesen. 18 der 21 Bezirke gingen an Hofer, Van der Bellen war in den Bezirken Korneuburg (nach Auszählung der Briefwahlstimmen), Mödling und Wien-Umgebung ebenso wie in den vier Statutarstädten Krems, St. Pölten, Waidhofen a.d. Ybbs sowie Wiener Neustadt (nach Auszählung der Briefwahlstimmen) Erster.

Österreich sei vor einer Richtungsentscheidung gestanden, erklärte SPÖ -Landesparteivorsitzender Bürgermeister Matthias Stadler. Es freue ihn, dass sich die Wähler "mehrheitlich für Alexander Van der Bellen entschieden haben", der "ein Garant" dafür sei, "dass das Verbindende und Menschliche in unserer Gesellschaft Platz behalten wird". Dennoch sei das knappe Wahlergebnis als "Schuss vor den Bug" für das gesellschaftliche System zu werten. Stadler hatte bereits nach dem ersten Wahlgang am 24. April eine "klare Wahlempfehlung" für Van der Bellen ausgesprochen.

Die demokratische Entscheidung für das Amt sei jedenfalls "voll und ganz zu respektieren", sagte Bernhard Ebner, Landesgeschäftsführer der Volkspartei , bereits am Sonntagabend. Am Montagabend bedankten sich Landesparteiobmann Landeshauptmann Erwin Pröll und er bei über 10.000 Vertretern der ÖVP , "die freiwillig Dienst an der Demokratie geleistet und damit für einen reibungslosen Ablauf der Bundespräsidenten-Wahl gesorgt haben". Das sei keine Selbstverständlichkeit und zeige, "auf wen man sich im Land wirklich verlassen kann", so Ebner.