Erstellt am 04. April 2017, 10:35

von APA Red

Mehrheit der Fahrräder falsch oder nicht gesichert. Mehr als 75 Fahrräder werden durchschnittlich pro Tag in Österreich gestohlen.

Gutes Schloss und entsprechende Fixierung sind unabdingbar  |  APA (dpa)

Eine aktuelle Erhebung des österreichischen Versicherungsverbandes VVO und des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) hat dabei ergeben, dass falsch gesicherte Fahrräder den Dieben die Arbeit erleichtern: Mehr als die Hälfte (51 Prozent) war nur durch einfache Spiral- oder Kabelschlösser gesichert.

Diese Art von Schlössern können von Dieben innerhalb weniger Sekunden unauffällig mit Seitenschneidern durchtrennt werden, warnten VVO und KFV am Dienstag. Nach Angaben des Bundeskriminalamts wurden im vergangenen Jahr 27.465 Fahrräder in Österreich gestohlen. Die Dunkelziffer der nicht polizeilich registrierten Diebstähle dürfte sogar bis zu achtmal so hoch sein, hieß es.

Rund 60 Prozent der polizeilich registrierten Diebstähle ereignen sich dabei in den Landeshauptstädten. Die Erhebung des KFV ergab dabei, dass in den Städten Wien, Graz, Salzburg und St. Pölten ein Großteil der Fahrräder immer noch sehr unzureichend gesichert wird, nämlich rund 68 Prozent.

"Auch das beste Fahrradschloss kann einen Diebstahl nicht verhindern, wenn das Rad ohne feste Verankerung an einer Abstellanlage oder einem anderen ortsfesten Objekt versperrt wird", erklärte KFV-Direktor Othmar Thann. Rund jedes dritte Fahrrad wurde demnach auf diese nachlässige Weise abgestellt und sei damit eine besonders leichte Beute für Diebe.

Sehr häufig würden Fahrräder zudem nur am Vorder- oder Hinterrad abgesperrt werden. Durch ein Öffnen des Schnellspanners könnten Diebe in solchen Fällen ein Rad ohne jegliches Werkzeug mit einem Handgriff problemlos entwenden: Zumindest der Rahmen sollte daher immer abgesperrt werden, lautet daher der Expertenrat.