Erstellt am 27. November 2015, 12:06

von APA/Red

Österreicher betreiben wegen der Kosten weniger Wintersport. Geld bestimmt nicht nur die Welt sondern auch das Verhältnis der Österreicher zum Wintersport.

Laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts meinungsraum.at. haben sieben von zehn aktiven Wintersportlern in den letzten Jahren ihr Verhalten verändert. 53 Prozent betreibt weniger Wintersport als früher. Hauptgrund sind die Kosten. Wintersportart Nummer eins bleibt das Skifahren.

"Die hohen Kosten (46 Prozent) und fehlende Zeit (34) sind Faktoren, die die Österreicher zur Einschränkung ihrer Wintersportaktivitäten bewegen", sagte Studienleiterin Roswitha Wachtler. Gleichzeitig planen 2015 mehr Österreicher wieder Wintersporturlaube. Gaben 2013 nur 28 Prozent der Befragten dies an, so sind es 2015 zumindest 32 Prozent.

Fast drei Viertel (73 Prozent) gaben in der Studie an, zumindest gelegentlich als Wintersportler aktiv zu sein, der Rest übt sich im Verzicht. "Für die 1.000 Befragten ist Skifahren noch immer die Wintersportart Nummer eins in Österreich und es gibt eine leicht steigende Tendenz", kommentierte Wachtler das Ergebnis.

Tendenz bei den Skifahrern leicht steigend

Die Tendenz bei den Skifahrern ist dabei leicht steigend: Waren es 2013 nur noch 38 Prozent der Österreicher, die zumindest gelegentlich dem Spaß auf zwei Brettern frönten, waren es 2015 wieder 40 Prozent. Die zweitbeliebteste Wintersportart ist Eislaufen mit einem deutlichen Aufwärtstrend: 2013 waren 28 Prozent zumindest gelegentlich Schlittschuhlaufen, aktuell sind es laut Umfrage wieder 36 Prozent. Sehr beliebt ist auch Rodeln und Bobfahren: 31 Prozent tun das zumindest gelegentlich (2013: 30).

"Sehr aus der Mode gekommen ist Langlaufen. Nur noch 13 Prozent betreiben diese schweißtreibende Sportart. Echte Minderheitenprogramme sind Eisstockschießen, Skischuhwandern (acht Prozent) und Snowboarden (sieben Prozent). Skitouren-Gehen ist derzeit mit fünf Prozent zwar noch immer eine Randsportart, zeigt in den letzten Jahren aber einen deutlichen Aufwärtstrend", bemerkte die Studienleiterin.