Erstellt am 11. November 2015, 10:30

Österreicher vertrauen vor allem Ärzten und der Polizei. Wenn es ums Vertrauen geht, dann sind Ärzte und Polizei, das Gesundheitssystem allgemein sowie die Justiz bei den Österreichern gut angeschrieben.

 |  NOEN, APA (Symbolbild)

Praktisch "unten durch" ist jedoch die EU - und die heimische Politik schafft es noch dahinter auf den letzten Platz, wie eine am Mittwoch veröffentlichte MAKAM-Umfrage unter 1.000 Personen zeigt.

Die sogenannten Götter in Weiß genießen bei 85 Prozent der Österreicher sehr großes oder zumindest großes Vertrauen. Nur drei Prozentpunkte dahinter rangieren die Hüter des Gesetzes. Über ebenfalls überdurchschnittliches Ansehen können sich das Gesundheitssystem, die Justiz und die Alternativmedizin freuen, wobei letztere vor allem bei Frauen gut angeschrieben ist.

Mehrheitlich misstrauisch ist die Bevölkerung bezüglich des Pensionssystems und der Landesverteidigung. Ähnlich das Image der katholischen Kirche: Sechs von zehn vertrauen dieser Institution nicht. Generell gilt laut Umfrage offenbar: Je jünger, desto kritischer - und umgekehrt: Über-60-Jährige vertrauen Ärzten, Kirche und dem Pensionssystem deutlich mehr als jene unter 30.

Mit einer regelrechten Vertrauenskrise sehen sich Brüssel und die Parteizentralen konfrontiert. Nicht einmal ein Drittel vertraut der EU-Politik, wobei es der heimischen Politik gelingt, diesen erschreckenden Wert mit 17 Prozent noch zu unterbieten. Das Misstrauen überwiegt bei weitem: 82 Prozent bringen politischen Parteien in Österreich und 68 Prozent der EU nur geringes oder sehr geringes Vertrauen entgegen.