Erstellt am 15. Januar 2016, 15:21

von APA/Red

Opposition ätzt gegen roten Kandidaten Hundstorfer. Die Oppositionsparteien FPÖ und NEOS lassen kein gutes Haar an dem am Freitag von der SPÖ offiziell gekürten Bundespräsidentschaftskandidaten Rudolf Hundstorfer.

FPÖ-Generalsekretär Kickl lässt kein gute Haar an Hundstorfer  |  NOEN, APA

Für die FPÖ besteht Hundstorfers Karriere nur aus "negativen Glanzpunkten", für die NEOS ist seine Stärke die "Reformverweigerung". Die Grünen hingegen äußern sich wie schon bei der Kür von ÖVP-Kandidaten Andreas Khol erst gar nicht. 

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl erklärte, dass Hundstorfers "Leistungsbilanz nur für Realitätsverweigerer ein Empfehlungsschreiben für die Hofburg" sei. Und: Die durch Hundstorfers Nominierung ausgelöste Umbildung in der roten Regierungsmannschaft sei ein "rein innergewerkschaftlicher Kuhhandel".

Wen die FPÖ ins Rennen um die Hofburg schickt, ist noch nicht bekannt. Dieser werde aber "einen unmissverständlichen Gegenpol" bilden, kündigte Kickl in der Aussendung am Freitag an.

Die NEOS sehen den bisherigen Sozialminister "als Verweigerer von dringend notwendigen Reformen im Pensionssystem und am Arbeitsmarkt". Er hinterlasse "gigantische Baustellen", verweist Sozialsprecher Gerald Loacker unter anderem auf die Rekordarbeitslosigkeit.