Erstellt am 06. Dezember 2015, 20:01

OSV-Team kam bei Kurzbahn-EM auf vier Final-Teilnahmen. Das österreichische Schwimm-Team hat bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in Netanya/Israel insgesamt vier Final-Teilnahmen erreicht.

Birgit Koschischek kam zum Abschluss am Sonntag über 50 m Kraul immerhin in das Semifinale und da auf Platz 14. Nach 24,74 Sekunden im Vorlauf fehlten der 28-jährigen Wienerin mit 24,79 exakt 29/100 auf das Weiterkommen.

Mit ihrem österreichischen Rekord am Freitag als Staffel-Startschwimmerin von 24,43 hätte Koschischek also das Finale erreicht. Bei diesen Titelkämpfen gab es auch noch drei weitere OSV-Rekorde. Einerseits sorgte Lisa Zaiser mit 59,72 Sekunden über 100 m Lagen dafür, andererseits die Kraulstaffel der Damen mit Koschischek, Lena Kreundl, Zaiser und Caroline Hechenbichler mit 1:40,55 Minuten (Vorlauf) und 1:40,11 (Finale/Platz acht).

Einen zweiten achten Finalplatz erreichte Felix Auböck über 200 m Kraul, Zaiser wurde über 100 m Lagen Siebente und Kreundl über 100 m Brust Sechste. Damit schnitt das OSV-Team besser als vor zwei Jahren bei der Herning-EM ab, als es nur zu einer Finalteilnahme und da Rang neun reichte. Die erste OSV-Medaille auf Kurzbahn-EM-Ebene seit Markus Rogans Silber über 200 m Lagen 2011 in Szczecin/Polen glückte aber nicht.

Das lag womöglich auch daran, dass Zaiser nach erst überstandener Erkrankung und dreifacher Teilnahme an der Freitag-Finalsession für die Samstag-Bewerbe mit den von ihr favorisierten 200 m Lagen ausgelaugt w.o. geben musste. OSV-Generalsekretär Thomas Ungar resümierte zufrieden: "Das Team hat genau die Erwartungen erfüllt, die wir in unsere Mannschaft gesetzt haben." Er hob speziell die ganz Jungen hervor.

Von den schon etwas Arrivierteren überzeugten Kreundl und Auböck mit dem jeweils ersten EM-Finaleinzug. Beide sind erst 18 Jahre alt. Während Auböck für Olympia in Rio de Janeiro schon qualifiziert ist, ist Kreundl eine ernsthafte Kandidatin dafür. Eine gute Gelegenheit zur Qualifikation gibt es bei den Europameisterschaften auf der Langbahn vom 16. bis 22. Mai im Londoner Olympia-Becken von 2012.

Überragende Athletin der ersten Kontinental-Titelkämpfe auf israelischem Boden war Katinka Hosszu. Die Ungarin holte alle Rücken- und Lagen-Titel und damit sechsmal Gold. Den siebenten Streich verpasste die "Iron Lady" am Sonntag über 400 m Kraul nur um 3/100, sie fügte ihrer Medaillensammlung aber immerhin noch ein Silber dazu.

Hosszu hätte damit alleine die Medaillenwertung gewonnen, noch vor Rest-Ungarn. Die Ungarn waren mit elfmal Gold klar die erfolgreichste Nation. Laszlo Cseh steuerte drei Titel dazu bei und war erfolgreichster Aktiver bei den Herren. Über 200 m Lagen und 200 m Delfin verbesserte er Europarekorde aus dem Dezember 2009, über die Lagen-Distanz den des Wieners Markus Rogan.

Von insgesamt drei Weltrekorden im "Wingate National Sport Institute" fixierte Hosszu jene über 100 und 400 m Lagen. Den dritten steuerte Gregorio Paltrinieri bei, wobei der Italiener über 1.500 m Kraul die mehr als 14 Jahre alte Bestleistung des Australiers Grant Hackett unterbot.