Erstellt am 26. März 2016, 07:13

Papst verurteilte bei Kreuzweg Fundamentalismus und Gewalt. Der Papst hat beim Kreuzweg vor dem Kolosseum am Karfreitag jegliche Form von Fundamentalismus verurteilt. Bei einem Gebet am Ende der Zeremonie warnte der Heilige Vater vor jeder Form von Gewalt im Namen Gottes.

 |  NOEN, APA (AFP)

Das Kreuz Jesu sei heute noch dort zu sehen, wo Christen lebend verbrannt und "mit barbarischen Schwertern enthauptet" werden, sagte der Heilige Vater. Franziskus warnte vor denjenigen, die Gottes Namen nutzen, um "unerhörte Gewalt" zu rechtfertigen. Er gedachte den vielen wegen ihres Glauben verurteilten Christen, die trotz der Leiden weiterhin Jesus und das Evangelium verkünden.

Der Papst verurteilte die Waffenhändler, die "Krieg mit dem unschuldigen Blut der Brüder nähren". Der Heilige Vater warnte auch vor dem Menschenhandel über das Mittelmeer und der Ägäis, die zu einem Friedhof geworden seien. "Kreuz Christi, heute sehen wir Dich immer noch in den Gesichtern, der Kinder, der Frauen und der Menschen, die erschöpft und verängstigt vor den Kriegen und der Gewalt flüchten und dabei oft sterben", sagte der Papst.

Der Pontifex lobte die vielen Menschen, die Gutes tun, ohne den Applaus der Mitmenschen zu suchen. Er würdigte auch den Einsatz der vielen Priester und Ordensschwestern, die sich für die Menschheit opfern. Der Kreuzweg ist die längste der Osterliturgien und dauert beinahe drei Stunden. Er gilt als stimmungsvollste Liturgie der Karwoche.