Erstellt am 29. Juli 2016, 10:04

Uwe Kröger leitete "Sanierungsverfahren" ein. Das Handelsgericht Wien hat über das Vermögen von Musical-Star Uwe Kröger (51) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet.

Uwe Kröger  |  APA/EXPA/MICHAEL GRUBER

  

Betroffen sind laut KSV1870 mehr als 50 Gläubiger, die Passiva belaufen sich auf rund 700.000 Euro. Als Aktiva werden Krögers Wohnung in Darmstadt, die Verwertungsrechte an CD-Verkäufen sowie am Buch "Ich bin was ich bin" angeführt. Das Management bestätigte, dass der 51-Jährige seine finanziellen Verpflichtungen "trotz zahlreicher guter und finanziell interessanter Engagements und Galas" nicht mehr erfüllen kann.

Steuer-Nachzahlungen führten zu Insolvenz

"Mitunter ausschlaggebend  ist eine durchgeführte Steuerprüfung für die Jahre 2011 bis 2013 in Österreich und die daraus resultierende hohe Nachzahlungsverpflichtung sowie eine Nachzahlungsverpflichtung der Steuer in Deutschland für das Jahr 2012", gibt Kröger als Insolvenzursachen an. "Aufgrund dieser konnten übrige bestehende Forderungen nicht mehr bedient werden."

Zur Masseverwalterin wurde Rechtsanwältin Johanna Abel-Winkler bestellt.

Das "Sanierungsverfahren" wurde auf Anraten des Anwalts von Kröger eingeleitet. Der Musical-Star will so "seine Finanzen wieder in Ordnung bringen". Kröger ist in den nächsten Monaten in zahlreichen Produktionen national und international beschäftigt. So wird er ab August im Festspielhaus Füssen im Musical "Ludwig2", am Salzburger Landestheater in "Spamalot", am Tiroler Landestheater in "Nostradamus", im Wiener Museumsquartier, in München und Merzig in "Addams Family" und in Dresden in "Cage aux Folles" zu sehen sein.