Eisenstadt , Oberpullendorf

Erstellt am 17. Mai 2017, 06:45

von Wolfgang Millendorfer

„Kurz-Truppe“ aus dem Burgenland: Karriere im Bund?. Wenn ÖVP-Chef Sebastian Kurz sein Team zusammenstellt, könnten auch Polit-Talente aus dem Land mitmischen.

Einer der engsten „Vertrauten“ im Burgenland. JVP-Obmann und Landtagsmandatar Patrik Fazekas (r.) arbeitet seit Beginn seiner Polit-Karriere mit Sebastian Kurz zusammen. Folgt der Ruf nach Wien?  |  Werner Müllner

Als neuer Obmann der ÖVP hat Sebastian Kurz freie Hand in inhaltlichen Fragen und bei Personalentscheidungen. Klar, dass nach der sonntäglichen Einstimmigkeit im Bundesvorstand in der ÖVP ( wir berichteten, siehe hier und unten) von einem „historischen Tag für die Partei“ gesprochen wurde.

„Es wurden Beschlüsse gefasst, die man der Volkspartei in dieser Form nicht zugetraut hätte“, sagte Burgenlands ÖVP-Chef Thomas Steiner am Montag, als auch die Landespartei dem Kurz-Kurs „zu 100 Prozent“ zustimmte.

Viele Namen – von Fazekas bis Wagentristl

Wenn der designierte Parteichef mit seiner „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“ zur Neuwahl antritt, könnte sich im Team auch der eine oder andere Name aus dem Burgenland finden, wissen Insider bereits jetzt. Als möglicher Kandidat genannt wird JVP-Landesobmann und Abgeordneter Patrik Fazekas.

„Volle Unterstützung!“Sebastian Kurz (2.v.r.) mit ÖVP- Klubchef Christian Sagartz, Landesparteiobmann Thomas Steiner und Geschäftsführer Christoph Wolf (v.l.). Foto: ÖVP Burgenland  |  ÖVP

Auch mit ÖVP-Landesgeschäftsführer Christoph Wolf und Klubobmann Christian Sagartz pflegt Kurz ein freundschaftliches Verhältnis. Die JVP-Landesgeschäftsführer Dominik Reiter und Julia Wagentristl waren zuletzt immer wieder an der Seite des neuen Parteichefs aktiv.

Im Gespräch mit der BVZ gab sich der 27-jährige Mittelburgenländer Patrik Fazekas noch zurückhaltend: „Personelle Spekulationen sind der alte Weg. Wir haben einen neuen Weg eingeschlagen. Sebastian hat gesagt, er will die besten Köpfe für Österreich. Er wird die Entscheidung treffen, wer die sind.“

Zwei Wahlen innerhalb weniger Wochen

Inzwischen haben sich Regierung und Opposition auf einen Wahltermin im Oktober verständigt. Bei Redaktionsschluss waren noch der 8. und der 15. Oktober im Gespräch.

Für das Burgenland bedeutet dies in jedem Fall zwei Urnengänge innerhalb weniger Wochen, denn am 1. Oktober werden die Gemeinderäte und Bürgermeister gewählt. Eine Zusammenlegung mit der Nationalratswahl ist aber kein Thema, da der Aufwand zu groß wäre.