Update am 25. August 2016, 10:21

Kinderpornos: Neun Österreicher ausgeforscht. Die heimischen Behörden haben im Rahmen einer von der europäischen Polizeibehörde Europol koordinierten Aktion gegen Kinderpornografie neun Tatverdächtige ausgeforscht - unter ihnen auch ein 54-jähriger Mann aus dem Bezirk Melk.

Operation gegen Kinderpornos  |  APA (dpa)

Sie sollen im Internet einschlägiges Material getauscht haben. International wurden im Zuge der "Operation Daylight" 75 Verdächtige ermittelt.

Die Daten der 75 Personen wurden nach Angaben von Europol bereits im Juli 2015 von der Schweizer Polizei ermittelt. Unter diesen Daten fanden sich 13 Adressen aus Österreich. Das Bundeskriminalamt (BK) in Wien machte neun der Verdächtigen ausfindig, indem die von den heimischen Internet-Providern zur Verfügung gestellten Daten ausgewertet wurden.

Hunderte Gigabyte mit einschlägigem Material

Gegen die neun Beschuldigten wurden Anzeigen erstattet. Drei von ihnen wohnen in Wien, zwei in der Steiermark und je einer in Nieder- und Oberösterreich, Kärnten und Salzburg. Zu den übrigen vier erhielt das BK nach eigenen Angaben keine Auskunft, da die Provider keine Daten gespeichert hatten.

Beim Niederösterreicher - ein 54 Jahre alter Mann aus dem Bezirk Melk - wurde mehrere hundert Gigabyte Bild- und Videodateien sichergestellt.

Die "Operation Daylight" wurde von Strafverfolgungsbehörden in der gesamten EU durchgeführt. Durchsucht wurden sogenannte Peer-to-Peer-Netzwerke. Diese Netze scheinen für Menschen mit "sexuellem Interesse an Kindern" eine primäre Quelle zu sein, um anonym verbotene Daten auszutauschen, hieß es beim BK.