Erstellt am 28. September 2015, 19:20

Pühringer beginnt am Dienstag Sondierungsgespräche. Die oberösterreichische Volkspartei drückt nach der Landtagswahl bei der Regierungsbildung aufs Tempo.

Pühringer verhinderte einen noch tieferen Absturz der ÖVP  |  NOEN, APA

Der Vorstand nominierte bei seiner Sitzung Montagnachmittag bereits zwei Verhandlungsteams. Schon am Dienstag und Mittwoch sollen die ersten Sondierungsgespräche auf Ebene der Parteiobleute stattfinden. Das sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) nach der Vorstandssitzung.

Pühringer strebt eine Zusammenarbeit auf "möglichst breiter Basis" an. Man wolle "niemanden von einer konstruktiven Zusammenarbeit ausschließen". Wie groß die von ihm angestrebte "breite Basis" sein werde und "in welcher Form die Zusammenarbeit" stattfinden werde, "wird man sehen", ließ sich der Landeshauptmann auch die Möglichkeit eines Spiels der freien Kräfte offen.

Es könne sein, dass man mit allen ein Übereinkommen beschließe. Er sei für "Zusammenarbeit mit allen bereit", so der Parteichef, der im Vorstand die Vertrauensfrage nicht gestellt hat. Der Vorstand stehe hinter ihm und habe ihn auch als Verhandlungsführer für die Sondierungsgespräche nominiert. Zunächst werden auf Ebene der Parteichefs erste Gespräche stattfinden. Nach den Bürgermeisterstichwahlen in 14 Tagen werde man dann in Verhandlungen treten. Bis zur konstituierenden Landtagssitzung Ende Oktober will Pühringer Klarheit über die künftige Landesregierung haben.

Die Parteiengespräche werden von zwei Teams geführt, einem kleinen und einem großen. Beide Teams werden von Pühringer selbst angeführt. Das große Team bilden die Landesräte Michael Strugl, Doris Hummer, Max Hiegelsberger, Klubobmann Thomas Stelzer, Landtagspräsident Viktor Sigl und Landesparteigeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer. Im kleinen Team sind Stelzer, Strugl und Hattmannsdorfer.

Dass die oberösterreichische Industriellenvereinigung auf Schwarz-Blau drängt, lässt Pühringer kalt. Es sei das Recht der IV, diese Koalitionsvariante zu favorisieren. Er sehe das anders, meinte Pühringer. Personelle Entscheidungen werde es erst später geben.