Erstellt am 07. Januar 2016, 12:40

Salzburg: Mehrere Übergriffe auf Frauen. Nach den sexuellen Angriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Köln hat am Donnerstag auch die Salzburger Polizei von mehreren Vorfällen in der Stadt Salzburg berichtet.

 |  NOEN, APA (Webpic)

Dass die Übergriffe erst jetzt publik wurden, habe aber nicht mit Verschweigen zu tun, sagte eine Polizeisprecherin. Vielmehr dürfte erst die umfangreiche Medienberichterstattung Betroffene dazu animiert haben, sich zu melden.

So kam am Abend des 4. Jänners eine 22-jährige Salzburgerin auf die Polizeiinspektion Rathaus um Anzeige zu erstatten. Die Salzburgerin gab an, dass sie in der Silvesternacht am Residenzplatz von zwei unbekannten Männern unsittlich berührt wurde. Die Männer ausländischer Herkunft waren in einer Gruppe von acht bis zehn Personen unterwegs. Bei dem Übergriff soll der Frau auch ihr Handy gestohlen worden sein.

Gestern, Mittwoch, langte bei der Polizei eine E-Mail mit ähnlichem Sachverhalt ein, heute wurde ein weiterer Fall bekannt: Ein 28-jähriger afghanischer Staatsangehöriger belästigte am 1. Jänner 2016 um 1.20 Uhr eine 58-jährige Salzburgerin am Residenzplatz sexuell. Zugleich bedrängte in der Silvesternacht ein 23-jähriger Syrer eine 20-jährige Frau aus Bayern in der Innenstadt.

Am Mittwoch nahmen Polizisten zudem einen 24-jährigen Afghanen fest, der um 2.45 Uhr eine 28-jährige Salzburgerin in einem Lokal sexuell belästigt hat. Türsteher hielten den 24-Jährigen bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Und wie die Tageszeitung "Österreich" (Donnerstag-Ausgabe) berichtete, sind bereits am 26. Dezember zwei junge Frauen in Salzburg von zehn bis 15 ausländischen jungen Männern angegriffen worden. Die Freundinnen waren gegen zwei Uhr am Heimweg aus einem Club, als sie attackiert wurden. Beide hätten aber zunächst keine Anzeige erstattet, weil sie sich der Tragweite des Überfalls nicht bewusst gewesen sind.

"Das Landeskriminalamt prüft derzeit, ob es organisierte Übergriffe gegeben hat oder sich Zusammenhänge zwischen einzelnen Tätern oder Tätergruppen ziehen lassen", sagte Polizeisprecherin Valerie Hillebrand am Donnerstag zur APA. In allen Fällen wurde Anzeige erstattet.