Erstellt am 17. Mai 2016, 15:23

von APA Red

Salzburg und Admira peilen im Cupfinale Historisches an. Das Cupfinale zwischen Meister und Titelverteidiger Red Bull Salzburg und Admira Wacker wird am Donnerstag in jedem Fall einen historischen Sieger bringen.

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Die "Bullen" peilen als erstes Team der heimischen Fußballgeschichte das dritte "Double" in Folge an, die Admira will erstmals seit genau 50 Jahren wieder einen Titel holen.

"Wir haben die einmalige Chance, das Double zum dritten Mal in Folge zu holen. Es wird an uns liegen, das Optimum abzurufen", meinte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund.

Auch Trainer Oscar Garcia nahm auf diese Besonderheit Bezug: "Es wäre etwas Historisches, das noch nie geschafft wurde. Das gibt eine Extra-Motivation." Er selbst hat gute Erinnerungen an den spanischen Pokalbewerb: "Ich war mit dem FC Barcelona zweimal im Finale gegen Betis und Mallorca, einmal Elferschießen, einmal Verlängerung. Ich hoffe, dass wir es diesmal früher entscheiden können."

Sein Landsmann Jonatan Soriano hat sich in der Liga bereits zum dritten Mal en suite die Torschützenkrone abgeholt, im Cup hat er beste Karten auf den zweiten Titel in Folge. Derzeit ist der Spanier mit sieben Treffern klar in Führung, schon im Vorjahr sicherte er sich mit dieser Zahl Platz eins.

Seine ersten Verfolger Rene Gartler (LASK), Josip Tadic (Sturm Graz) und Manuel Gavilan (Ried) halten bei je fünf Toren, sind aber allesamt aus dem Rennen.

Dass Soriano von den Admiranern Lukas Grozurek, Stephan Zwierschitz, Peter Zulj oder Dominik Starkl (je 2) abgefangen wird, ist quasi auszuschließen. Da scheint es noch wahrscheinlicher, dass der Spanier von seinen Teamkollegen Takumi Minamino und Konrad Laimer (je 2) eingeholt wird.

Denn die Admira erzielte in der laufenden Saison im Cup so wie alleine Soriano sieben Tore, und damit fast zwei Drittel weniger als die Salzburger, die 20 Mal trafen.

Präsent ist auch noch die Erinnerung an das 0:8-Ligadebakel der Admira in Salzburg im vergangenen Oktober. "Wir haben von Salzburg einmal eine schwer auf den Kopf gekriegt, aber in einem Spiel ist alles möglich", betonte Admira-Coach Ernst Baumeister.

Bei den Fans der Südstädter kommen vor dem ersten Finale seit 2009, als man der Wiener Austria nach Verlängerung mit 1:3 unterlag, nostalgische Gefühle auf. Anton "Burli" Herzog, Vater von ÖFB-Rekordteamspieler Andreas, schoss die Admira am 8. Juni 1966 im Endspiel gegen Rapid zum Double, das zugleich die bisher letzten Titel für den Club bedeutete.

Auch in der Fairplay-Wertung haben die beiden Finalisten nach wie vor Chancen auf den mit 10.000 Euro dotierten Sieg. Noch liegt aber der SKN St. Pölten mit 13,05 Punkten knapp vor Salzburg (12,80) und der Admira (12,45). Der Betrag wird zweckgebunden für Aktionen und Projekte im Bereich Fair-Play und Anti-Rassismus ausgeschüttet.