Erstellt am 22. März 2015, 13:18

Salzburg will nach "peinlichem" 2:3 "wieder in Spur kommen". Bundesliga-Tabellenführer Salzburg stolpert derzeit in Richtung Meistertitel. Das 2:3 beim WAC sorgte am Samstag für viel Kopfschütteln in den eigenen Reihen. "Eine ziemlich peinliche Niederlage", urteilte Trainer Adi Hütter nach der zweiten Niederlage in den jüngsten drei Partien. Jubel herrschte hingegen bei Sturm Graz, das mit dem 3:1 über die Admira ebenso wie der WAC auf Europacupkurs bleibt.

Das 2:3 beim WAC sorgte am Samstag für viel Kopfschütteln in den eigenen Reihen. "Eine ziemlich peinliche Niederlage", urteilte Trainer Adi Hütter nach der zweiten Niederlage in den jüngsten drei Partien. Jubel herrschte hingegen bei Sturm Graz, das mit dem 3:1 über die Admira ebenso wie der WAC auf Europacupkurs bleibt.

"Wir hatten am Anfang etwas Glück, aber zu Hause muss man solche Spiele gewinnen", meinte Foda nach dem verdienten vierten Sieg in den jüngsten fünf Partien. "Es war ein Geduldsspiel und ein Arbeitssieg", urteilte Goalie Christian Gratzei, der sich gerade zu Beginn mit mehreren guten Reaktionen den Dank seiner Teamkollegen verdiente. Grund zum Jubeln hatte nicht zuletzt Schalkes Leihspieler Donis Avdijaj, der mit dem 1:0 sein Team auf die Siegerstraße brachte. "Mit dem Tor bin ich endgültig in Graz angekommen", sagte der Winter-Neuzugang, der großes Foda-Lob erhielt: "Mit Donis werden wir noch viel Freude haben."

Admira-Coach Walter Knaller wirkte nach sieben Partien ohne vollen Erfolg hingegen ratlos. "Wir haben lange Zeit mehr als Sturm investiert, wir haben alles aufgeboten, was wir haben. Wir haben alles auf den Platz gebracht, Aggressivität, Leidenschaft, aber ohne Effektivität", ächzte der 57-Jährige, dessen Truppe am kommenden Wochenende in Grödig ein Sechs-Punkte-Spiel im Abstiegskampf bevorsteht. Die Salzburger, die Altach mit 0:1 unterlagen, haben derzeit fünf Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht aus Niederösterreich.

An der Spitze scheint Salzburgs Solo zwar ungefährdet, weist derzeit aber immer wieder Schönheitsfehler auf. Beim 2:3 gegen den WAC waren es nicht zuletzt Defensivschnitzer, mit denen sich die "Bullen" in die Bredouille brachten. "Wir haben gegen einen heroisch kämpfenden Gegner eine schlechte Leistung geboten, die Gegentore allerdings durch schwere Eigenfehler kassiert", sagte Hütter. Beim zwischenzeitlichen 2:2 kurz vor der Pause war es ein Schnitzer von Goalie Gulacsi, in der Nachspielzeit schließlich ein gravierendes Missverständnis zwischen Gulacsi und Stefan Ilsanker, das den "Wölfen" den Sieg bescherte.

"Das war sicher ein Missverständnis, aber solche Situationen dürfen nicht passieren. Da muss Klarheit herrschen. Solche Tore kann man nicht akzeptieren", stellte Verteidiger Christian Schwegler klar. "Wir müssen langsam aufwachen, dass wir in den nächsten Wochen wieder in die Spur kommen." Hütter ortete im Finish einen klaren "Tormannfehler, da hätte Gulacsi nicht rauskommen dürfen", sagte der Vorarlberger, der sich bezüglich seiner im Winter personell geschwächten Mannschaft keinen Illusionen hingab: "Es ist noch nicht diese Konstanz da, um regelmäßig solche Spiele wie gegen Sturm (2:1 in der Woche zuvor, Anm.) abzuliefern."

Für WAC-Trainer Dietmar Kühbauer war die Vorstellung seiner Truppe schlicht eine "Sensation. Wenn mir vor dem Spiel einer gesagt hätte, wir gewinnen, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Meine Mannschaft hat unglaublich gespielt", befand der Burgenländer, dessen Elf Platz fünf mit fünf Zählern Vorsprung auf Ried vorläufig abgesichert hat.