Erstellt am 12. April 2016, 15:20

von APA Red

Schwerer Pkw-Unfall - Offenbar Suizidabsicht. Zu einem schweren Verkehrsunfall haben am Montagabend im Bezirk Leibnitz offenbar Suizidabsichten einer jungen Frau geführt.

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Die 23-Jährige fuhr nach einem Bericht der steirischen Polizei in Wildon mit ihrem zweijährigen Sohn im Auto über eine steil abfallende Böschung. Nach dem folgenden Absturz kam der Pkw quer auf einem Gleiskörper der ÖBB zum Stillstand und wurde von einem Zug erfasst.

Kurz nach 22.30 Uhr stürzte das Fahrzeug rund 50 Meter die Böschung im Bereich des Parkplatzes am Wildonerberg hinunter und wurde anschließend von einem aus Richtung Leibnitz kommenden Regionalzug erfasst, obwohl der Lokführer eine Notbremsung eingeleitet hatte. Der Pkw wurde von der Bahngarnitur frontal erfasst und nach links in Richtung Böschung geschleudert. Dabei wurde die Frau aus dem Fahrzeug geschleudert und schwer verletzt.

Via WhatsApp Suizid angekündigt

Die Lenkerin musste Dienstagnachmittag noch intensivmedizinisch versorgt werden und konnte laut Polizei noch nicht vernommen werden. Eine Blutabnahme wurde bereits durchgeführt, ein Ergebnis liege aber noch nicht vor, wie Polizeisprecher Leo Josefus sagte.

Ihr total beschädigtes Fahrzeug wurde beschlagnahmt und die Unfallstelle vermessen. Sie hatte laut Polizei unmittelbar vor dem Unfall gegenüber ihrer Mutter via WhatsApp ihren Suizid angekündigt.

Der Bub wurde mit leichten Verletzungen in die Kinderklinik Graz eingeliefert. Die Zugs-Garnitur war neben dem Lokführer mit sieben Passagieren besetzt, die laut Auskunft der ÖBB unverletzt blieben. Die Bahnstrecke zwischen Leibnitz und Graz wurde nach dem Unfall bis 01:45 Uhr für den gesamten Zugverkehr gesperrt.