Erstellt am 12. Oktober 2015, 19:42

von APA/Red

Österreichische 470er-Boote nach erstem WM-Tag in Top Fünf. Die österreichischen Titelverteidigerinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar liegen nach dem ersten Tag der 470er-WM vor Haifa auf Platz vier. Sie segelten am Montag trotz einer Grippe-Erkrankung von Ogar auf die Wettfahrtränge sechs und acht.

Vadlau/Ogar liegen nach Tag 1 der 470er-WM auf Platz vier  |  NOEN, APA (OESV/Marsano)

"Jola ist seit drei Tagen fiebrig und steht alles andere als fit im Trapez, von daher gehen die heutigen Ergebnisse absolut in Ordnung. Wir müssen hoffen, dass sie möglichst schnell gesund und zu Kräften kommt. Wenn das gelingt, ist sicherlich einiges möglich", meinte Vadlau nach dem WM-Auftakt.

Die von einem weiteren Olympiatrainingslager aus Rio de Janeiro angereisten Weltmeisterinnen werden bei der WM gegen den Willen des Österreichischen Segel-Verbandes (OeSV) erstmals vom US-Amerikaner Larry Suter betreut. Wer dem Duo künftig als Spartentrainer zur Seite steht, entscheidet sich laut OeSV-Angaben erst in den kommenden Wochen. Suter sei nur eine Zwischenlösung, hieß es. Georg Fundak, der die 470er-Damen bisher neben seiner Aufgabe als OeSV-Sportdirektor trainiert hat, solle jedenfalls entlastet werden.

OeSV-Leistungssportreferent Wolfgang Mayrhofer betonte, dass das Engagement von Suter nicht auf seine Zustimmung stoße. "Die Zusammenarbeit mit Larry Suter erfolgt auf Wunsch und Bestreben der 470er-Damen und gegen den Willen des Österreichischen Segel-Verbandes. Wir haben aktuell andere Kandidaten im Auge und hoffen auf eine für beide Seiten funktionelle Lösung. Aus diesem Grund werden wir uns zu einem geeigneten Zeitpunkt zusammensetzen und Gespräche führen, jetzt soll und muss der Fokus auf die Titelkämpfe abzielen."

Matthias Schmid und Florian Reichstädter nehmen nach einem Sieg und zwei fünften Rängen den fünften Gesamtplatz ein. "Es war der erste von fünf Segeltagen und abgerechnet wird bekanntlich am Schluss, aber es war definitiv ein Auftakt nach Maß. Wir haben nur wenige Fehler gemacht, verfügen über eine exzellente Bootsgeschwindigkeit und haben mit dem Wettfahrtsieg zusätzlich Selbstvertrauen getankt", so Schmid.