Erstellt am 24. April 2016, 15:22

von APA/Red

Spannung vor erster Hochrechnung. Kurz vor Wahlschluss steigt die Spannung bei der Bundespräsidentschaftswahl 2016. Um 17.00 Uhr werden erste Ergebnisse und Hochrechnungen veröffentlicht. Die Kandidaten hatten bis Sonntagmittag alle ihre Stimme abgegeben. Die Zeit bis zum Wahlschluss verbringt man überwiegend im privaten Kreis.

 |  NOEN, BUNDESHEER

Ob und wir stark die Wahlbeteiligung steigt, war vorerst nicht wirklich abzuschätzen. Als erste auf dem Wahlzettel, als letzte aller Kandidaten im Wahllokal war die Unabhängige Irmgard Griss. Kleiner Fauxpas bei ihrer Stimmabgabe in der Wiener Innenstadt: Sie hatte keinen Ausweis dabei. Sie konnte allerdings dennoch einwandfrei identifiziert werden ("Also ich glaube, dass sie die Frau Doktor Griss ist."). Griss gab sich zuversichtlich und "völlig entspannt".

Norbert Hofer (FPÖ) hatte schon um halb neun Uhr im heimatlichen Pinkafeld gewählt. Gut gelaunt ließ er den Medienrummel über sich ergehen und hatte das "Gefühl", dass es "ganz gut ausschaut". Am Nachmittag fährt er nach Wien, um den Wahlschluss mit seinen Parteifreunden zu verbringen.

SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer hatte seinen Ausweis dabei, dafür keine Krawatte um. Aus seinem Wahlverhalten machte er kein Geheimnis: "Man wählt sich selbst." Außerdem zeigte sich der Politik-Veteran "durchaus emotional" und blickte mit Stolz auf seine bisherige Laufbahn zurück.

Andreas Khol, Präsidentschaftskandidat der ÖVP, schritt betont optimistisch in Wien Hietzing an die Urne. "Überraschung ist mein Geschäft", sah er den Wahltag für sich noch längst nicht gelaufen. Den Wahlhelfern versprach er schon einmal, auch zur Stichwahl vorbeizuschauen.

Richard Lugner wählte wenig überraschend auch sich selbst: "Eine Stimme habe ich fix, leider darf meine Frau nicht wählen", verwies er auf die deutsche Staatsbürgerschaft seiner Gattin Cathy. Den Wahlabend begeht er im eigenen Kino in der Lugner-City.

Alexander Van der Bellen, der in derselben Schule wie Hundstorfer wählte, wollte explizit nicht siegessicher auftreten: "Ich sehe dem mit Demut entgegen." Zumindest nach außen signalisierte er Gelassenheit, räumte aber ein: "Ich versuche, entspannt zu wirken."

Um 13.00 Uhr war für viele Wähler der Wahltag auch schon wieder vorbei - zumindest, was die aktive Beteiligung daran angeht. Dann nämlich war Wahlschluss in Vorarlberg. Kleine Gemeinden hatten zum Teil schon am späten Vormittag ihre Wahllokale schon wieder geschlossen. Lediglich Wien und Innsbruck schöpfen den gesamten Zeitraum bis zum amtlichen Wahlschluss um 17.00 Uhr aus.

Das Wetter zeigte sich insofern wahlfreundlich, als es wenig Lust auf ausgedehnte Ausflüge, die von der Stimmabgabe ablenken könnten, machte. Es wehte ein frischer Wind, die Temperaturen waren deutlich niedriger als in den Tagen zuvor, und österreichweit war mit Niederschlag zu rechnen, auch wenn hie und da zwischendurch die Sonne durchlugte.